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Alles klar für den Winterdienst

Salz- und Splittlager sind voll, die Technik ist einsatzbereit: Bischofswerdas Bauhof fährt bei Schnee nach Tourenplan. Vielleicht schon diese Woche.

© Thorsten Eckert

Der Winterdienst steht vor seiner ersten Bewährungsprobe dieser Saison: Für Freitag sagen die Meteorologen Schnee voraus, auch im Flachland.

In Bischofswerda soll der Winterdienst dann nach Angaben der Stadtverwaltung wie am Schnürchen funktionieren. Über 270 Tonnen Streugut – davon 125 Tonnen Salz sowie Sand und Splitt – wurden eingelagert. Vier Lkw, acht Multicars und ein Traktor sind startklar. 20 Mitarbeiter des Bauhofes stehen in den Startlöchern. Bauhofleiter Sven Ganze: „Die Technik ist gewartet, repariert und einsatzbereit.“ Salz könne jederzeit nachbestellt werden, sollten die Vorräte nicht reichen.

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Um die Einsätze zu planen, werden täglich die aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes für die Oberlausitz und das Stadtgebiet Bischofswerda herangezogen. Im Normalfall genügt eine Schicht, die fünf Uhr morgens mit dem Winterdienst beginnt, so dass bis 7 Uhr die Straßen geräumt sind. „Bei starkem Schneefall kommt ein Zwei-Schicht-Plan zum Einsatz“, sagt Sven Ganze. „Dann wird von 5 Uhr früh bis 20 Uhr am Abend geräumt.“ Die Tourenpläne sind so aufgebaut, dass auf gefährlichen und wichtigen Straßen, den Busstrecken sowie unübersichtlichen Stellen zuerst Schnee geschoben wird. Eingesetzt werden dafür Fahrzeuge vom Typ Unimog mit Feuchtsalzstreuer sowie Mulitcars mit Splittstreuer für Gehwege. Neu angeschafft hat die Stadt in diesem Jahr einen Solemischer, der eine gebrauchsfertige Sole aus konzentrierter Salzlösung herstellt. „Diese haftet besser auf den Straßen als herkömmliches Streusalz“, sagt der Bauhofleiter.

Trotz aller Vorbereitungen: Bei starkem Schneefall oder Glatteis kann es zu Verzögerungen im Winterdienst kommen. „Wir bitten die Bürger hierfür um Verständnis“, sagt Hauptamtsleiterin Inga Skambraks.

Die Stadt Bischofswerda hat für dieses Kalenderjahr 10 500 Euro für den Winterdienst eingeplant. Weil der vorige Winter weit ins Frühjahr hineinreichte, stehen für 2013 aktuell bereits 18 500 Euro zu Buche - bedingt durch größere Mengen an Streugut und einen höheren Reparaturaufwand. „Deshalb mussten zusätzliche Gelder im Haushalt eingestellt werden“, sagt Inga Skambraks. Ab Januar 2014 wird neu gerechnet – auch im Winterdienst. Dann gibt es einen neuen Stadthaushalt.

Generell sind Städte und Gemeinden zum „Winterdienst im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten“ verpflichtet. Das heißt: Nicht jeder öffentliche Weg muss beräumt werden.

Hausbesitzer in der Pflicht

Darüber hinaus sind auch Grundstückseigentümer verpflichtet, auf den Wegen vor ihrem Haus Schnee zu schieben und bei Glätte zu streuen. Die Fußwege müssen werktags bis 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt sein. So steht es in der vom Stadtrat beschlossenen Streupflichtsatzung. Diese Pflicht gilt bis zum Abend 20 Uhr – auch tagsüber, sollte es schneien.

Auf eine Unsitte sollte man dabei verzichten: den Schnee vom Weg auf die Straße zu werfen. Der Schneepflug schiebt die Schneemassen ohnehin wieder zurück. Außerdem gilt so etwas als Straßenverunreinigung. Und das kann teuer werden. (SZ)