merken
PLUS Freital

Alles neu im Salon Hein

Im Friseursalon Hein in Freital wird wieder gewaschen, geschnitten und geföhnt. Nach der Corona-Pause strahlt auch das Gebäude im neuen Design.

Das große neue Graffito an der Hauswand des Salon Hein in Freital ist weithin von der Dresdner Straße aus zu sehen.
Das große neue Graffito an der Hauswand des Salon Hein in Freital ist weithin von der Dresdner Straße aus zu sehen. © Karl-Ludwig Oberthuer

Der Salon Hein ist in Freital eine feste Größe. Friseurmeister David Walter und seine Schwester Jenny Kaden haben das Familienunternehmen, den Friseursalon Hein, an der Dresdner Straße 60 in Potschappel vor einem Jahr von ihrer Mutter übernommen.  

Jetzt wurde das Design des Geschäfts verändert, erklärt David Walter Sächsische.de: "Ein besonderes Zeichen dafür strahlt jetzt an unserer Hauswand. Dort haben Grafiker aus Dresden ein großes Bild genau nach unseren Vorstellungen entworfen." In einer Größe von etwa 10 mal 4,50 Metern wurde das Bild Mitte Mai binnen drei Tagen an die Außenwand gesprüht. Zuvor sei der Entwurf in gedeckten braunen Farben mit der Stadt Freital abgestimmt und sehr schnell auch genehmigt worden, sagt David Walter: "Dafür danken wir sehr."

Anzeige
Der Flottenspezialist ist günstig wie nie
Der Flottenspezialist ist günstig wie nie

Wer ein neues Dienstfahrzeug braucht, sollte beim Autohaus Dresden vorbeischauen. Für Gewerbetreibende gibt es bis zu 15.000 Euro Rabatt.

Neben der Fassade wurden auch die Innenräume des Friseursalons erneuert. Alles präsentiert sich nun in verschiedenen Brauntönen. Als letzter Schritt wird derzeit die Homepage noch dem neuen Design angepasst. Damit will das Familienunternehmen vor allem moderner werden.

Den Lockdown gut überstanden.

Die Corona-Schließzeit, die alle Friseure in Deutschland betraf, hat der Salon Hein nach eigenen Angaben gut überstanden, unter anderem mit einem Trick, sagt der Friseurmeister: "Wir haben direkt ab dem 4. Mai unsere Öffnungszeiten verlängert, von 7 bis 20 Uhr. Dadurch konnten wir, trotz der geltenden Beschränkungen, genau so viele Kunden bedienen wie vorher." 

In den drei separaten Räumen können gleichzeitig vier Mitarbeiter die Haare der Kunden frisieren. Insgesamt sind acht Frisöre angestellt. Sie mussten nur während der Corona-Zwangsschließung in Kurzarbeit geschickt werden. Jetzt brummt das Geschäft wieder, erklärt der Chef: "Nachdem wir wussten, dass wir wieder öffnen dürfen, stand das Telefon nicht still. Etwa sechs Wochen waren wir ausgebucht. Jetzt sind Termine wieder relativ zeitnah möglich", so David Walter.

Die aktuellen Hygienevorschriften beinhalten unter anderem das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung für die Frisöre und die Kunden, während des gesamten Aufenthalts. "Wir haben bei uns aber auch Einweg-Masken für die Kunden", erklärt der Meister, denn: "Wenn zum Beispiel Haare gefärbt werden, könnten die schönen eigene Stoffmasken der Gäste Spritzer abbekommen." Im Geschäft dürfen die Kunden derzeit nicht warten, sie müssen vor der Tür bleiben, um eine zu hohe Anzahl von Menschen in den Räumen zu verhindern. Dadurch soll die Ansteckungsgefahr verringert werden. Zudem dürfen die Haare der Kunden nur noch im Salon gewaschen werden. Trocken schneiden ist im Moment genauso wenig erlaubt, wie föhnen.

Derzeit nur mit Maske: Der Neustart im Salon Hein in Freital ist dennoch sehr gut angelaufen. Rechts: Geschäftsführer Friseurmeister David Walter, links ein Kunde.
Derzeit nur mit Maske: Der Neustart im Salon Hein in Freital ist dennoch sehr gut angelaufen. Rechts: Geschäftsführer Friseurmeister David Walter, links ein Kunde. © Karl-Ludwig Oberthuer

"Was wir besonders vermissen ist, dass wir unseren Kunden das Wohlfühl-Ambiente nicht vollkommen anbieten können", sagt Jenny Kaden. "Wir dürfen keine Zeitungen ausgeben und auch keine Getränke, wie Kaffee oder Wasser. Das vermissen die Kunden sehr." Auch die Maskenpflicht sei teilweise belastend: "Abends sind wir viel geschaffter als bisher. Wenn jetzt noch die Sommerhitze kommt, wird es sehr heiß im Gesicht", erklärt die Friseurin aus eigener Erfahrung heraus.

Die Preise hat der Freitaler Salon Hein nicht erhöht. Stattdessen bezahlt jeder Kunde zusätzlich eine Pauschale von einem Euro. Damit seien die Zusatzkosten für die Beschaffung von Reinigungsmitteln, Masken und die niedrigere Kunden-Auslastung gedeckt, sagt der neue Chef des Salons. 

Die Öffnungszeiten sind jetzt wieder wie vor dem großen Ansturm, von 8 bis 18 Uhr innerhalb der Woche und am Sonnabend von 8 bis 12 Uhr. "Wenn jemand aber erst abends kann, soll er bitte anrufen. Dann finden wir einen Weg", betont Jenny Kaden.

Ab sofort bietet das Familienunternehmen auch eine freie Ausbildungsstelle an. "Wir haben schon immer ausgebildet. Unsere Oma hatte Lehrlinge, unsere Mutter und wir wollen den schönen Beruf auch gerne weitergeben", sagt David Walter. Den Friseursalon Hein gibt es seit 1977.

Mehr Nachrichten aus Freital lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen.

Mehr zum Thema Freital