SZ +
Merken

Alles rund um die süßeste Versuchung

Waltersdorf. Am Sonnabend lädt das Aparthotel „Zur Lausche“ zu einem „Schokoladenabend“ ein.

Teilen
Folgen

Von Jan Lange

Lecker, lecker. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Rehrücken mit einer Kruste weißer Schokolade, Schupfnudeln und gedünstete Blätter von Rosenkohl. Dies serviert Wolfgang Laufer den Gästen des „Schokoladenabends“ als Hauptgericht. Dazu gibt es einen gemischten Salat mit Früchten und Schokoladendressing als Vorspeise, einen Zwischengang zum „Neutralisieren“ und als Abschluss ein Dessert. Über Letzteres verrät der Chef des Aparthotels „Zur Lausche“ nichts – dies soll eine Überraschung bleiben.

Auf jeden Fall hat es was mit Schokolade zu tun. Denn die „süße Versuchung“ steht am Sonnabend im Mittelpunkt des Interesses. Und das nicht nur kulinarisch. Wolfgang Laufer will seinen Gästen auch den Ursprung der Schokolade bzw. des dafür verwendeten Kakaos nahebringen.

In den vergangenen Wochen hat der Waltersdorfer Hotelier dafür ausgiebig im Internet recherchiert und einiges Interessantes zutage gefördert. So pflanzten 1500 v. Chr. die Olmeken, eine Vorgängerkultur der Mayas, den ersten Kakaobaum an. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kakaobohne erstmals nach Spanien geliefert und startete von hier aus seinen Siegeszug durch ganz Europa. Allein in Deutschland verdoppelte sich zwischen 1902 und 1911 die verbrauchte Kakaomenge auf 50 Millionen Kilogramm.

Viele sehen in der Schokolade den „Dickmacher“. Diesem und anderen Vorurteilen will Wolfgang Laufer beim „Schokoladenabend“ entgegentreten. So auch jenem, dass Wein und Schokolade nicht zusammenpassen. Ein roter Merlot oder ein Bordeaux passen beispielsweise hervorragend zu Schokolade. Der 47-Jährige weiß, wovon er spricht. Auch, weil er selbst Schokoladenliebhaber ist. „Ich mache nichts, was ich nicht vorher ausprobiert habe.“

Überhaupt sei Schokolade im Kommen. Das berühmte Hotel Adlon in Berlin bietet zum Beispiel ein Sieben-Gänge-Schokoladenmenü an. Und auch im Waltersdorfer Hotel ist dies nichts Neues. Auf der Speisekarte stehen seit Längerem „gefüllte Wachteln mit Schokoladensoße“. „Die kommen unwahrscheinlich gut an“, bestätigt Laufer. Nach seinen Worten lebt die Küche von Experimenten. Schnitzel gebe es schließlich überall. Am Sonnabend will er den Blick auch auf andere exotische Geschmacksnuancen lenken – wie die Kakaobohne mit Ingwer aus Ecuador oder die mit Chili aus Venezuela. Er selbst bevorzugt Bitterschokolade – mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil.

Maximal 25 Gäste will der Hotelier zum „Schokoladenabend“ begrüßen – um die Exklusivität zu wahren. Deshalb kann er bereits jetzt vermelden, dass die Veranstaltung ausgebucht ist. Nach dem „Käseabend“ vor drei Wochen ist dies der zweite Themenabend. Am 2. Dezember dreht sich dann alles „rund um den Lebkuchen“.

Der „Schokoladenabend“ beginnt um 19 Uhr.