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Alles viel zu kompliziert

Susanne Sodan kommentiert die Ungleichheit in der Schulsozialarbeit

© Frank Baldauf

Die Idee ist gut und völlig richtig. Über 15 Millionen Euro gibt der Freistaat für das neue Projekt an den Oberschulen aus, insgesamt stehen für die Schulsozialarbeit an den sächsischen Schulen über 30 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Gut investiertes Geld.

Nun ist die Lobby, geht es um Schulangelegenheiten, recht groß: Eltern, Großeltern, Lehrer. Entsprechend groß ist auch der Wirbel, wenn an den Schulen etwas nicht funktioniert. Fakt bleibt aber, dass viele sächsische Lehrer überlastet sind. Nicht zuletzt, weil es immer weniger voll ausgebildeten Nachwuchs gibt. Betreuung der Seiteneinsteiger, Abordnungen, Verwaltung, all das nimmt Zeit. Zeit, die eigentlich für die Schüler da sein sollte. Schulsozialarbeiter sind auch deshalb sinnvoll, weil sie einen anderen Zugang zu den Kindern und Jugendlichen haben als Lehrer.

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Nur, warum halbe Sachen? Ist die Situation denn an den Grund- und Förderschulen und Gymnasien anders? Grundschüler sind nicht unbedingt zu klein und Gymnasiasten nicht unbedingt zu schlau, um sich zu mobben. Und an allen Schularten würden sich die Lehrer sicher über Unterstützung freuen. Warum also diese zwei Fördersysteme? Ein Gesamtfördersatz von 80 Prozent für die Schulsozialarbeit, so wie er an diesen Schularten gilt, ist nun nicht schlecht. Aber 20 Prozent bleiben eben doch für die Kommunen übrig. An den Oberschulen dagegen ist ein Schulsozialarbeiter jetzt nicht nur Pflicht, sondern auch viel günstiger. Wenn man sich entschieden hat, stärker auf Schulsozialarbeit zu setzen, dann wäre ein einheitliches System die bessere Wahl gewesen. Bei dem jetzigen System – zwei Fördermaßstäbe und dann noch die Beantragung der Gelder über drei Ecken – ist es kein Wunder, wenn Unklarheiten, Streitereien, Überforderung aufkommen.

Mail an Susanne Sodan