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Alles wartet auf den Startschuss

Lange haben Schüler und Lehrer auf den erlösenden Bescheid gewartet. Jetzt sind die Fördermittel für die Schule zugesagt, und so werden die Schüler zwischenzeitlich den Bauleuten Platz machen.

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Von Angelika Hoyer

Genau 85 000 Euro hat die Gemeinde Großschönau beiseite gelegt. So hoch ist der Eigenanteil, den sie für die geplanten Modernisierungsarbeiten in der Mittelschule beisteuern muss. Inzwischen macht sich in Schule und Verwaltung Erleichterung breit, vorige Woche kam die erlösende Nachricht vom Regierungspräsidium. Die Fördermittel für die Bauarbeiten an der Pestalozzi-Mittelschule sind freigegeben. Für insgesamt 240 000 Euro werden in dem über 100 Jahre alten Schulhaus drei Fachkabinette nach modernen Standards eingebaut. Der Startschuss fällt in dem Moment, da aus Dresden die schriftliche Zusage eintrifft. „Zeitverzug“, sagt Direktorin Carmen Werner, „ist damit nicht verbunden, denn alle Vorbereitungen sind schon getroffen“. Zur bevorstehenden Sanierungsetappe gehören auch etliche neue Fenster und Brandschutztüren.

In den kommenden Monaten werden die Mittelschüler für den Bio-, Physik- und Chemieunterricht in das Nebengebäude ausweichen und den Bauleuten Platz machen. In einem nächsten Schritt sollen die Werkräume aus dem Kellergeschoss in das Nebengebäude verlagert werden. Derzeit prüft das Bauamt, ob die Statik dafür reicht. Bauen und Lernen, das geht, darin ist sich das 23-köpfige Lehrerkollegium mit Eltern und Schülern einig. Auch sonst wird es mit Beginn des neuen Schuljahres einige Neuigkeiten geben. Im Rahmen des neuen Profilkonzeptes werden in Großschönau Neigungskurse in Internetpräsentation, Sport für jeden und plastischem Gestalten angeboten. Die Internetpräsentation rangiert auf der Wunschliste der Schüler dabei ganz oben. Zum Profilunterricht kommen im Rahmen einer Vereinbarung auch die Hainewalder Förderschüler nach Großschönau. Nachdem die „Pestalozzi“ im Vorjahr als sportlichste Schule ausgezeichnet worden war, will man in der Richtung weitermachen. So beteiligt sich die Schule an der Erprobung neuer Lehrpläne. Neben zwei ganz normalen Sportstunden in der Woche trennen sich die Wege der Schüler bei der dritten Stunde. Judo, Badminton und Skaten stehen dabei auf dem Wahlprogramm der Schüler.