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Alles klar fürs Lausitz-Festival

Im Herbst findet es zum zweiten Mal statt. Auch für das Schlesische Musikfest gibt es neue Hoffnung.

Weil die Stadthalle derzeit in Görlitz nicht zur Verfügung steht, finden viele Sinfoniekonzerte im Theater statt.
Weil die Stadthalle derzeit in Görlitz nicht zur Verfügung steht, finden viele Sinfoniekonzerte im Theater statt. ©  Archiv/Pawel Sosnowski

Das Lausitz-Festival wird in diesem Herbst seine Zweitauflage erleben. Der Bund hat die Fördermittel bestätigt, so dass das Musikfestival unter coronabedingten Einschränkungen stattfinden kann. Wie die aussehen und wie das Programm im Detail aussieht, will der Görlitzer Kulturservice als Organisator des Festes am 7. September in Cottbus der Öffentlichkeit vorstellen. Darüber informierte eine Sprecherin des städtischen Unternehmens. 

2019 war das Lausitz-Festival vom Intendanten der Hamburger Symphoniker Daniel Kühnel aus der Taufe gehoben worden. Wegen der kurzfristigen Vorbereitung ernteten die Organisatoren heftige Kritik, Lob gab es für die Musiker und Ensembles, die auftraten. Im Rahmen des Strukturwandels einigten sich die Länder Sachsen und Brandenburg, das Lausitz-Festival fortzuführen, stärker mit der Region und deren Kulturschaffenden zu vernetzen und es als eine Art Ruhrtriennale zu profilieren.

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Unterdessen scheinen auch die Bemühungen um die Wiederbelebung der Schlesischen Musikfeste voranzukommen. Wie Stephan Rauhut von der Landsmannschaft Schlesien als einer der Initiatoren erklärte, habe es vor kurzem ein Gespräch mit dem Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu und Bürgermeister Michael Wieler gegeben, bei dem die Stadtspitze Unterstützung für die Pläne geäußert habe. Neben Rauhut gehören auch Andreas Wenske, aus Görlitz stammender Oboist aus Berlin, sowie Waltraud Simon, Vorsitzende der Erika-Simon-Stiftung, die sich sehr um Kulturprojekte in Nieder- und Oberschlesien verdient macht, sowie die Sängerin und Künstlerin Elena Ioannidou aus Görlitz zu den Initiatoren der Wiederbelebung. 

Die Schlesischen Musikfeste hatten ihre große Zeit vor dem Dritten Reich mit Auftritten der Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler. Das Kuratorium "Schlesische Lausitz" organisierte sie von 1996 bis 2009 erneut, wegen fehlender Gelder musste das Fest für 2011 abgesagt werden. Seitdem fanden sie nicht mehr statt. Rauhut setzt auf eine Förderung durch den Freistaat und den Bund für das Schlesische Musikfest.

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