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Alltagshilfe für Senioren

Ältere Menschen sollen im Alltag begleitet werden. Doch nicht jeder ist zum Helfen geeignet.

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Das Projekt der Alltagsbegleiter soll ab dem 1. Januar 2013 in den Gemeinden Röderaue, Wülknitz, Nünchritz, Glaubitz und Zeithain sowie in der Stadt Gröditz mit dem eingemeindeten Nauwalde starten. Doch wer kann ein Alltagsbegleiter werden und wie läuft die Zuteilung ab? Die SZ gibt Antworten:

Komme ich als Alltagsbegleiter überhaupt in Frage

Um ein Alltagsbegleiter zu werden, braucht es keine speziellen Vorkenntnisse. Allerdings dürfen nur Arbeitssuchende, Langzeitarbeitslose und diejenigen, die keine Sozialleistungen bekommen, als Alltagsbegleiter arbeiten. Rentner und Erwerbstätige sowie Beschäftigte, die bereits eine Aufwandsentschädigung bekommen, können ebenfalls kein Alltagsbegleiter werden. Dies schreiben die Richtlinien des Europäischen Sozialfonds (ESF) vor, aus denen die Alltagsbegleiter-Projekte finanziert werden.

Welche Aufgaben erwarten mich als Alltagsbegleiter

Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit des Alltagsbegleiters handelt es sich nicht um die Pflege von Senioren. Vielmehr sollen sie in ihrem Alltag unterstützt werden – so beim Einkaufen, wenn sie in die Kirche oder zum Arzt gehen, bei Behörden- oder Spaziergängen. Aber auch Gespräche mit den Senioren gehören dazu.

Wie viele Alltagsbegleiter werden denn gebraucht

In der Gemeinde Wülknitz wurden acht, in Röderaue und Gröditz (mit Nauwalde) jeweils 16 Alltagsbegleiter bewilligt. Ebenfalls acht Alltagsbegleiter werden in der Gemeinde Glaubitz und jeweils 16 in den Gemeinden Zeithain und Nünchritz gesucht. Bis Ende Januar 2013 müssen die Träger des Projektes, die Leuchtpunkt gGmbH Frauenhain und die Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen mbH (ASG), Niederlassung Nünchritz, ausreichend Alltagsbegleiter finden, damit das Projekt wie geplant stattfinden kann.

Wird es vorab auch eine Schulung geben

Für diejenigen, die schon Vorkenntnisse besitzen wird es eine Auffrischung geben. Wer noch nicht mit älteren Menschen gearbeitet hat, erhält eine zweitägige Schulung, in der es unter anderem um Sturzprävention und die richtige Kommunikation geht. Außerdem soll es regelmäßige Treffen geben, bei denen sich die Alltagsbegleiter untereinander austauschen können.

Suche ich den Senioren, den ich betreuen möchte, selbst aus

Alltagsbegleiter werden nicht blind an ältere Menschenvermittelt. Idealerweise kennen sich Alltagsbegleiter und Senior vielleicht schon. Andernfalls können sich auch die Alltagsbegleiter Senioren aussuchen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Außerdem können Senioren, die Hilfe suchen, zu einer der angebotenen Infoveranstaltungen kommen, um Alltagsbegleiter kennenzulernen.

Kann ich auch mehr als einen Senioren unterstützen

Wie vielen Senioren der Alltagsbegleiter im Alltag helfen kann und will, entscheidet er selbst.

Gibt es für die Arbeit des Alltagsbegleiters auch Geld

Es wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Es gibt 19,50 Euro pro Woche für 14 geleistete Betreuungsstunden. Diese Stunden können auch über mehrere Wochen gesammelt werden. Antje Meier

Infoveranstaltungen finden am 11.12. um 11 Uhr im Sitz der ASG Nünchritz (ehemals Kolping-Bildungszentrum) sowie um 15 Uhr in der Volkssolidarität Glaubitz und am 12.12. um 11 Uhr im ASB-Raum Zeithain sowie um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Lorenzkirch statt. Termine für Gröditz, Röderaue und Wülknitz stehen noch nicht fest.