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Als Bomben auf Pirna fielen

Am 19. April 1945 war die Stadt Ziel eines Luftangriffs. Das Stadtmuseum sucht nun historische Fotos - vor allem von Familien, die dem Angriff zum Opfer fielen.

Bombenangriff im April 1945 auf Pirna: Vom Hotel "Adams Hof" in Copitz blieben nur Trümmer.
Bombenangriff im April 1945 auf Pirna: Vom Hotel "Adams Hof" in Copitz blieben nur Trümmer. © KTP

Die tödliche Fracht kam von oben: Vor 75 Jahren, am 19. April 1945, war die Stadt Pirna Ziel eines Bombenangriffs. 115 viermotorige Bomber des 4. Kampfgeschwaders der amerikanischen Luftwaffe starteten mit dem Auftrag, insbesondere die Eisenbahnanlagen einschließlich der kombinierten Eisenbahn-Straßenbrücke über die Elbe zu zerstören. Die Bomber flogen in Staffeln zu neun oder zehn Flugzeugen. Innerhalb einer Viertelstunde gab es drei Angriffswellen, in denen 337 Tonnen Bomben über Pirna abgeworfen wurden. In den angrenzenden Wohngebieten starben auf Pirnaer und Copitzer Seite über 200 Menschen.

Das Stadtmuseum Pirna hat in den zurückliegenden Jahren viele Erinnerungen zusammengetragen und das Geschehen dokumentiert. Bereits 2015 war der Angriff Thema einer Sonderausstellung. Gegenwärtig wird nun an einem Ausstellungsprojekt gearbeitet, welches die Tage kurz vor Kriegsende beleuchten soll. Nach Aussage der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP) soll dabei noch stärker der Opfer gedacht werden. Die Sonderausstellung, die im Jahr 2020 eröffnen soll, ist Ergebnis aus über 60 Zeitzeugeninterviews und lässt die Generation der Kriegskinder aus Pirna und der Umgebung zu Wort kommen, die oft über Jahrzehnte geschwiegen hat. Persönliche Dokumente und Alltagsgegenstände berichten von unterschiedlichen Kindheitserfahrungen und geben damit Einblicke in das tägliche Leben zur Kriegs- und Nachkriegszeit.

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Für eine ausstellungsbegleitende  Publikation werden darüber hinaus Bilder von den Opfern gesucht. Am Angriffstag starben in Pirna Kinder und Jugendliche, Frauen, deren Männer an der Front waren und alte Menschen. Manchmal wurden ganze Familien ausgelöscht, beispielsweise die Familie des Zahnarztes Dr. Rudolf Flössel in der Grohmannstraße. Wer besitzt Fotografien, die diese Menschen und ihre Familien in der Zeit vor dem Angriff zeigen und kann sie dem Museum leihweise zur Verfügung stellen? Gibt es noch Nachfahren, die solche Bilder besitzen?

Kontakt: Stadtmuseum, 03501 556461, [email protected]

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