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Als die Lok in Pirna entgleiste

Ende 2019 sprang am Güterbahnhof eine E-Lok aus den Schienen. Das Technische Hilfswerk half, sie zu bergen - und schaut auf ein Rekordjahr zurück.

Von Thomas Möckel
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Entgleiste E-Lok am Pirnaer Güterbahnhof: Großeinsatz für das Technische Hilfswerk Pirna.
Entgleiste E-Lok am Pirnaer Güterbahnhof: Großeinsatz für das Technische Hilfswerk Pirna. © Archivfoto: Daniel Förster

Das Unglück geschah an einem Donnerstagabend: Am 19. Dezember 2019 gegen 18.30 Uhr entgleiste am Güterbahnhof Pirna eine E-Lok. Dabei wurde nicht nur das Schienenfahrzeug, sondern auch 25 Meter Gleisanlagen sowie eine Weiche beschädigt. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks Pirna (THW) waren mit schwerem Gerät in zwei Schichten im Einsatz, um die Lok zu bergen und wieder auf die Schienen zu hieven.

Die technische Hilfe am Güterbahnhof war einer von vielen Einsätzen des Pirnaer THW, das insgesamt auf ein Rekordjahr zurückblickt. 2019 verrichteten die Einsatzkräfte insgesamt 22.577 ehrenamtliche Stunden. "Das waren so viele wie noch nie in einem Jahr ohne Hochwasser", sagt THW-Sprecher André Jakob. Aktuell zählt die Pirnaer Einsatztruppe 87 Aktive, die bei Einsätzen, Übungen, Aus- und Fortbildungen, in der Jugendarbeit und bei allgemeinen Diensten in der Freizeit ihre Stunden absolvieren. 

Der THW-Ortsverband Pirna, der im Sommer vergangenen Jahres sein 25-jähriges Bestehen feierte, war dabei viele Stunden gemeinsam mit anderen Behörden oder Hilfsorganisationen unterwegs. So unterstützten die Ehrenamtler beispielsweise das Hauptzollamt Dresden bei mobilen Kontrollen auf der Elbe. Ebenso arbeitete das THW mit der Landesdirektion Sachsen bei der Landeskatastrophenschutzübung in Schöna zusammen und half bei Einsätzen des Hilfszuges der Deutschen Bahn bei verschiedenen Ereignissen.

Eine große Rolle beim Pirnaer THW spielt auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. So kamen beispielsweise Schüler der Polizei- und Forstwirtschaftsschule aus Sluknov zur Stippvisite nach Pirna, ebenso wurde die Partnerschaft mit der tschechischen Feuerwehr in Chabarovice durch mehrere Besuche intensiviert. "Die Planungen für den partnerschaftlichen Austausch in diesem Jahr laufen bereits", sagt der THW-Ortsbeauftragte André Scholz. 

Um die anfallende Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen zu können, würde sich Scholz über neue Gesichter am THW-Standort an der Rottwerndorfer Straße freuen. Derzeit sind noch Plätze in der Grundausbildungsgruppe frei.

Wer beim THW mitarbeiten möchte, kann sich per Mail  oder per Telefon unter 03501 710100 melden. 

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