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Pirna

Als die Welt für die CDU noch heil war

Vor fünf Jahren gewann die CDU in Sachsen 59 der 60 Wahlkreise. Zur diesjährigen Landtagswahl wird sich das vermutlich ändern

Vor fünf Jahren zur Wahlparty im Pirnaer Brauhaus "Zum Giesser" waren Oliver Wehner (r.) und Jens Michel von der CDU positiv gestimmt
Vor fünf Jahren zur Wahlparty im Pirnaer Brauhaus "Zum Giesser" waren Oliver Wehner (r.) und Jens Michel von der CDU positiv gestimmt © Archiv/Marko Förster

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge war bis zuletzt eine Hochburg der CDU. Zur Landtagswahl 2014 bekam die Partei hier überdurchschnittlich viele Stimmen. 

Der Wahlkreis 49 (Dippoldiswalde/Altenberg) gehörte mit 43,9 Prozent zu den besten überhaupt. Aber auch die AfD holte kreisweit mit rund 11,5 Prozent mehr als im Landesschnitt von 9,7 Prozent. Ansonsten lag damals nur noch die NPD mit Werten um die neun Prozent im Landkreis über denen im Freistaat. 

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Die Linke hatte ihr bestes Ergebnis in den hiesigen vier Landkreisen mit 18,4 Prozent im WK 50, die SPD mit 11,1 Prozent im Wahlkreis 48, ebenso die Grünen (4,6) und die FDP (4,8) im WK 51. Die Freien Wähler fuhren in der Stadt Altenberg mit 6,4 Prozent ihr zweitbestes Ergebnis in sächsischen Kommunen ein. 

Umfragen sagen zwar immer noch mehr als 50 Prozent für CDU und AfD zusammen in Sachsen voraus, die Verhältnisse haben sich aber erheblich verschoben. Laut der aktuellsten Umfrage des Instituts Insa von Anfang August liegt die CDU sachsenweit bei 28 Prozent, die AfD bei 25 Prozent. Die Linke käme demnach auf 16 Prozent. Grüne (12), SPD (9), FDP (5)und Sonstige (6) folgten dahinter.

Alle vier Wahlkreissieger von 2014, Andrea Dombois (46,8 Prozent), Roland Wöller (45,1), Oliver Wehner (37,3) und Jens Michel (42,9) treten erneut für die CDU an. Am nächsten kamen ihnen damals die Bewerber der Partei Die Linke mit bis zu 18,8 Prozent (Lutz Richter) der Erststimmen.

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Über die Landeslisten ihrer Parteien waren 2014 für den Landkreis auch Dagmar Neukirch (SPD), Uta-Verena Meiwald (Linke), Lutz Richter (Linke), André Barth (AfD) und Stefan Dreher (AfD) in den Landtag eingezogen. Bis auf Dreher, der inzwischen die Alternative für Deutschland verlassen hat, bewerben sich die anderen vier erneut um ein Mandat.

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