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Als jedes Haus noch einen Laden hatte

Fotos und Zeugnisse längst verschwundener Firmen aus der Innenstadt zeigt das Museum mit erstaunlicher Vielfalt.

Von Kathrin Krüger
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Friseur, Schumacher, Schlüsseldienst – vor 100 Jahren war Großenhain reich an Läden und kleinen Handwerksbetrieben in der Innenstadt.
Friseur, Schumacher, Schlüsseldienst – vor 100 Jahren war Großenhain reich an Läden und kleinen Handwerksbetrieben in der Innenstadt. ©  Anne Hübschmann

Solch ein Gewimmel möcht ich sehen! Diesen Ausspruch legte nicht nur Goethe seinem Faust zum Osterspaziergang in den Mund. Das könnte man auch sagen, wenn man derzeit das Museum am Kirchplatz betritt. Schier unglaublich ist die Vielfalt, die es an Familiengeschäften und kleinen Handwerksbetrieben früher gab. Fast jedes Haus hatte einen Laden. Circa 80 Objekte und 50 Tafeln lassen eine nostalgische, längst vergangene Zeit aufleben. Reklameanzeigen auf dem Boden führen durch den Ausstellungsraum, und der Gang von Foto zu Foto und Ausstellungsgruppe zu Ausstellungsgruppe wird zu einem Bummel durch die an Überraschungen reiche Großenhainer Geschäftswelt.

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