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Alte Fahrzeuge locken Besucher

Oldtimerfreunde kommen gern zum familiären Framo-Treffen bei Tecklenborg in Döbeln. Manche auch von weiter her.

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Von Wilrun Wagner

Framos und Barkas aus vier Jahrzehnten DDR, auch ein Wartburg und der beliebte Trabbi sind als Ausstellungsstücke auf den Hof der Firma Tecklenborg in Döbeln Ost gerollt. Viele Teilnehmer kamen schon am Vorabend, um gemeinsam einen geselligen Abend zu verleben. Mit dem LKW W 50 mit Speditionspritsche, Baujahr 1973, reiste Bernhard Gericke aus Hohenstein-Ernstthal an. Er ist stolz, dass er mit über 70 Jahren der älteste Teilnehmer des Treffens ist und noch mit dem Laster fährt. Zweimal habe er dafür schon einen Pokal bekommen, berichtet er.

Ein blauer Kohlenkipper H 6 von Christian Herziger aus Hermsdorf bei Hohenstein-Ernstthal weckte das Interesse vieler Schaulustiger. „Er darf nur noch zum Spaß auf Oldtimertreffen“, sagte der Besitzer. Das Fahrzeug erhielt einen Aufbau, der mit seiner Einrichtung einen „verkappten Wohnwagen“ ergibt. Mit einem rotem Barkas B 1000, der auch von der Feuerwehr genutzt wurde, kam Bernd Herberg aus Sohland/Spree. „Das Treffen ist klein, fein und familiär“, sagte er wie viele andere Teilnehmer. Sie gingen oft zu Treffen, wo viel mehr Fahrzeuge zu sehen sind, doch es käme kaum Kontakt zustande.

Am späten Vormittag reist noch Frank Hübner aus Radebeul mit seinem Framo Kombi 901/2 aus dem Baujahr 1959 an, den er zehn Jahre besitzt. Er komme jedes Jahr zum Treffen. Für die Familie sei es gleich der Pfingstausflug, berichtet er.

Etwa 40 Fahrzeuge sind diesmal zu sehen, sagte Organisator Lutz Kunert. Es sei das 18. Pfingsttreffen, allerdings das achte in Döbeln. Vorher habe man sich in Hainichen getroffen. „Für einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung wählten wir diesmal die Mühle in Simselwitz. Die fachkundige Führung von Dorothea Philipp kam bei den Oldtimerfreunden gut an.“

„Die alten Fahrzeuge wie Barkas und Robur wecken immer wieder Erinnerungen frühere Zeiten“, sagten Gisela und Heinz Boldt aus Döbeln. „Mit Wartburg und Anhänger waren wir oft im Ausland.“