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Alte Vorstellungen neu vorgebracht?

Leserbrief

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Günter Philipps und Michael Röhner von der Fraktion „Die Linke“ schreiben zu den Diskussionen um die Straßenbahnlinie 4 folgendes:

Es scheint in der Kreisverwaltung des Landkreises Meißen und im Verkehrsverbund Obere Elbe üblich zu werden, mit jedem neuen Nahverkehrskonzept die Straßenbahnlinie 4 in Radebeul, Coswig und Weinböhla in Zweifel zu ziehen. Mit Beginn des neuen Jahrtausends begann 2001 dieses Ringelspiel. Damals haben die Mitglieder von SPD und PDS gemeinsam Unterschriften tausender Bürger innerhalb von drei Tagen in und an der Straßenbahn stehend gesammelt. Das Votum war so eindeutig, dass bald darauf die Verhandlungen zur Erhaltung der Straßenbahnlinie 4 für die genannten Gemeinden aufgenommen wurden. Jetzt liegt ein neues Nahverkehrskonzept des größeren Landkreises vor und wieder fehlt eine klare Aussage für die Erhaltung der Linie 4. Liegt es daran, dass die Einwohner der Anliegergemeinden nunmehr nur noch 25 Prozent der Einwohner des Landkreises statt zuvor 40 Prozent sind? Will man neue Mehrheiten nutzen, um alte Vorstellungen durchzusetzen? Die Einwohnerzahl der von der Straßenbahn erschlossenen Gemeinden hat sich durch das Bevölkerungswachstum in Radebeul und Weinböhla jedenfalls im Gegensatz zu anderen Gebieten nicht verringert.