SZ + Dippoldiswalde
Merken

Schwieriges Bauvorhaben in Bärenstein

Die Bahnhofstraße muss saniert werden. Geld steht bereit. Trotzdem hakt's.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Sanierungsfall: Bahnhofstraße in Bärenstein.
Sanierungsfall: Bahnhofstraße in Bärenstein. © Frank Baldauf

Eigentlich wollte die Stadt Altenberg nächstes Jahr die Bahnhofstraße im Stadtteil Bärenstein sanieren. In diesem Fall ist auch Geld da. Dank einer 80-prozentigen Förderung durch den Freistaat gibt es einen Zuschuss von 273.000 Euro, sodass die Stadt  mit einem Eigenanteil von rund 68.000 Euro davonkommen würde. Doch es kam anders.

Die  Bauarbeiten wurden ausgeschrieben . Das Ergebnis war ernüchternd. Demnach wird die Maßnahme um rund 190.000 Euro teurer als geplant.  Die Stadtverwaltung zog daraufhin in Erwägung, erst einmal nur einen Abschnitt zu bauen und zwar jenen, der am meisten drängt.  Denn es gibt  Probleme mit dem Oberflächenwasser, das vom Markt talwärts läuft und sich dann in Privatgrundstücken sammelt. Die Straßenentwässerung funktioniert an der Stelle nicht.

Aber das birgt Risiken in sich. Die Verwaltung hat Gespräche mit der Baufirma geführt, die wäre auch bereit, erst einmal nur einen Teil zu bauen, wie Bauamtsleiter Andreas Gabler den Stadtrat informierte. Er wies aber darauf auf hin, dass Schadensansprüche entstehen könnten, wenn  der zweite Bauabschnitt gar nicht mehr kommt. Außerdem besteht die Gefahr, dass Fördermittel zurückgezahlt werden müssen, weil das eigentliche Ziel - die Bahnhofstraße grundlegend auszubauen - mit einem Teilabschnitt nicht erreicht wird. 

Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) sowie die Fraktionen der Freien Wähler/Die Linke und die Wählergemeinschaft Osterzgebirge tendieren unter diesen Voraussetzungen eher dazu,  die Ausschreibung aufzuheben. Eine Abstimmung dazu gab es nicht. Die Verwaltung kann erst einmal noch versuchen, zusätzliche Fördermittel zu bekommen. (SZ/ks/fh)

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde lesen Sie hier.