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Altenbergs neue Kita kurz vor dem Start

Noch wird die frühere Mittelschule in Bärenstein umgebaut. Doch schon bald sollen dort Klein- und Hortkinder betreut werden.

Die frühere Bärensteiner Mittelschule wird zu einer Kindertagesstätte umgebaut. Hier entstehen über 50 Hortplätze.
Die frühere Bärensteiner Mittelschule wird zu einer Kindertagesstätte umgebaut. Hier entstehen über 50 Hortplätze. © Egbert Kamprath

Die Stadt Altenberg bekommt eine neue Kindertagesstätte. Diese soll am 24. August im Stadtteil Bärenstein in der früheren Mittelschule eröffnet werden. Das ist das Ziel der Verwaltung, sagt Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Momentan laufen noch die Arbeiten im Haus.  45 Plätze in der Kita und 52 für Hortkinder werden geschaffen. Kirsten hofft, dass die Stadt bis zum 21. August die Betriebserlaubnis erhält. Offen ist, ob die Behörden bis dahin auch die Termine wahrnehmen können.

Mit der neuen Kita soll die Bärensteiner Einrichtung am Markt entlastet werden. Dort können derzeit nur 14 Krippenkinder aufgenommen werden. Der Bedarf ist aber größer, sagt Kirsten. Der Stadt liegen bereits für nächstes Jahr 22 Anmeldungen vor. Ähnlich ist es bei den Kindergartenplätzen. In Bärenstein gibt es derzeit 45, der Bedarf liegt aber bei 55. Auch die Horte in Bärenstein und im benachbarten Lauenstein sollen entlastet werden. Der Lauensteiner Hort, der sich direkt neben der dortigen Schule befindet, ist gut besucht. Alle 100 Plätze sind belegt, so Kirsten. 

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Unternehmer Herbrig hilft der Stadt

In Bärenstein hat die Stadt mit einer Übergangserlaubnis einen Hort in der ehemaligen Ortsverwaltung eingerichtet. Hier können derzeit 16 Hortkinder aufgenommen werden. Es gibt aber einen Bedarf von 52 und das bis in die Jahre 2023 und 2024. Sobald die neue Kita eröffnet werden kann, wird dieser Hort geschlossen. Der Aufwand zur Dauergenehmigung sei zu hoch, so Kirsten.

Der Umbau des Gebäudes, das über mehrere Jahre von der Uhrenfirma Lange genutzt wurde, kostet rund 280.000 Euro. „Fördermittel gibt es im kinderfreundlichen Freistaat leider nicht“, sagt Kirsten kritisch in Richtung Landesregierung. Für eine kleine Stadt wie Altenberg sei es eine Herausforderung, diesen Umbau finanziell zu stemmen.

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Denn aufgrund der Corona-Pandemie hat die Stadt Altenberg Einnahmeausfälle in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro zu verzeichnen. Deshalb war es nicht leicht, diese Summe aufzubringen, so Kirsten. Zumal die Stadt parallel dazu auch die Kindertagesstätte in Geising umbaut. Allein der erste Bauabschnitt kostete dort bislang 150.000 Euro. Auch dort gab es keine Fördermittel.

In Bärenstein wurde die Stadt vom Eigentümer des Objektes, dem Unternehmer Christoph Herbrig, unterstützt. „Ohne ihn", sagt Kirsten, "wären wir noch nicht so weit."

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