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Größere Klassenräume für Lauenstein

Seit Dezember wird die Grundschule Lauenstein umgebaut. Über 300 000 Euro werden investiert.

Von Maik Brückner
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In der Lauensteiner Schule wurden Zwischenwände herausgenommen und neue gesetzt. Dadurch entstanden im zweiten Obergeschoss größere Klassenzimmer. Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten und Schulleiterin Uta Schneider haben sich gestern gemeinsam üb
In der Lauensteiner Schule wurden Zwischenwände herausgenommen und neue gesetzt. Dadurch entstanden im zweiten Obergeschoss größere Klassenzimmer. Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten und Schulleiterin Uta Schneider haben sich gestern gemeinsam üb © Foto: Egbert Kamprath

Wenn die Lauensteiner Grundschüler mittags ihre Schule verlassen, warten schon die Bauarbeiter vor der Tür. Sie beginnen jetzt mit ihrer Arbeit. Anders wäre eine Sanierung der Schule nicht möglich, sagt Uta Schneider, die Schulleiterin. Denn die Arbeiten sind laut und würden den Unterricht stören. Auch so sind die Belastungen hoch genug. Denn die Bauarbeiten erstrecken sich auf dem gesamten zweiten Obergeschoss. Damit die Bauleute hier tätig werden können, mussten Schüler und Lehrer die Etage räumen. Um alle Schüler unterrichten zu können, wurde sogar der Speiseraum umgestaltet. „Das ist alles sehr schwierig“, sagt Frau Schneider.

Dennoch ist sie froh, dass endlich etwas passiert. Auf den Umbau der Schule haben Schüler und Lehrer lange warten müssen. In der Zeit, als Lauenstein zu Geising gehörte, wurde nur das Nötigste gemacht. Nach der Eingemeindung nach Altenberg tat sich auch erst mal nichts. Das räumt auch Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) ein. Er wollte die Standortfrage klären. „Eine Schule gehört in den Ort, nicht an den Ortsrand“, sagt Kirsten. Deshalb habe er dafür plädiert, die Schule von der Talstraße in den Schlosskomplex zu verlegen. Dort sollten die maroden Wirtschaftsgebäude umgebaut werden. Zudem wollte die Stadt neue Gebäude errichten und die Baulücke schließen. Doch leider ließ sich das nicht realisieren, sagt Kirsten. Die Stadt hätte den Neubau und die Sanierung nicht finanzieren können. „Wir hätten dafür keinen Kredit bekommen“, ergänzt er. Deshalb entschied der Stadtrat, das bestehende Schulgebäude zu sanieren. Um dafür Fördermittel zu erhalten, musste Altenberg die Schule ins Sanierungsgebiet aufnehmen. Nachdem das gelungen war, konnten die benötigten Fördermittel beantragt werden. Ende Oktober wurden sie bewilligt. Danach sollte alles sehr schnell gehen. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben, Mitte Dezember wurden sie vergeben. Kurz danach trafen die ersten Bauarbeiter ein.

Sie gestalten derzeit das zweite Obergeschoss um. Dazu wurden Zwischenwände herausgenommen, neue Wände gesetzt. Außerdem tauschen die Bauleute Fenster, Wasser- und Elektroleitungen aus. Später werden Maler und Fußbodenleger anrücken. Mit diesem Umbau werden größere Klassenzimmer geschaffen. Die werden in naher Zukunft wieder gebraucht, erklärt Kirsten. Sinkt die Zahl der Erstklässler unter 30, kann nur eine Klasse gebildet werden. Und wenn der 28 oder 29 Schüler angehören, dann braucht man größere Klassenzimmer. Um die zu schaffen, wurden die Zimmer neu aufgeteilt.

Im Zuge der Sanierung werden auch einige Auflagen des Brandschutzes erfüllt, ergänzt Frau Schneider. Unter anderem werden Brandschutztüren eingebaut. Insgesamt investiert Altenberg etwas mehr als 300 000 Euro. Davon werden 80 Prozent gefördert. Kirsten geht davon aus, dass die Arbeiten im Frühjahr abgeschlossen werden können. „Wir hoffen, dass wir in den Winterferien schneller vorankommen“. Dann werden die Bauarbeiter die Schule wieder verlassen. Bald schon sollen sie aber wiederkommen. Denn Altenberg will in diesem Jahr noch das erste Obergeschoss umgestalten. Noch ist diese 300 000-Euro-Investition nicht beschlossen. „Ich hoffe, der Stadtrat bewilligt das“, sagt Kirsten. Angesichts einer in Aussicht gestellten 80-prozentigen Förderung sollte das möglich sein.