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Altenberg unterstützt Fürstenwaldes Forderung

Die Straße nach Liebenau muss repariert werden. Sie ist wichtig, gerade in den Wintermonaten mit Schnee und Hochwasser.

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Von Maik Brückner

Die Stadt Altenberg hat sich erneut hinter die Forderung der Fürstenwalder und Liebenauer nach einer Sanierung der Straße zwischen ihren beiden Orten gestellt. „Wir unterstützen das Ansinnen“, erklärte Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) in der jüngsten Stadtratssitzung. Er hofft, dass der Kreis wie angekündigt Geld in die Hand nimmt, um die Löcher auf der Straße zu stopfen. Denn die Straße ist wichtig, nicht nur für den Schülerverkehr.

Wenn’s ganz schlimm kommt, ist sie die einzige Verbindung der Fürstenwalder zur Außenwelt. Grund dafür ist die besondere geografische Lage dieses Erzgebirgsdorfes im oberen Müglitztal. Denn mit dem Bau des Rückhaltebeckens oberhalb von Lauenstein wurde die Direktverbindung von Fürstenwalde nach Lauenstein gekappt. Es wurde zwar eine Ausweichstrecke über die sogenannte Schafbrücke, die Kreisstraßen K 9036/9033, gebaut. Doch ein Teil dieser Straße verläuft vor dem Staubecken und wird bei Hochwasser geflutet. Dann können Fürstenwalder weder nach Lauenstein noch nach Löwenhain fahren.

Ist wegen Schneeverwehungen dann noch die Straße über Gottgetreu nach Fürstenau, die K 9035, gesperrt – was regelmäßig im Winter vorkommt–, dann ist die Verbindung nach Liebenau die einzige Straße, über die die Fürstenwalder ihr Dorf verlassen können. Das kommt nicht oft vor, kann aber immer wieder passieren. Zuletzt gab es 2011 eine solche Situation, sagt Kirsten. Aus diesem Grund muss das Landratsamt die Straße in Ordnung bringen.

Dort weiß man um den Zustand der Straße und kennt die verzwickte Situation. Darauf aufmerksam gemacht haben die Fürstenwalder. Ihr Ortschaftsrat hat im vorigen Jahr eine Petition verfasst. Sie wurde von knapp 500 Einwohnern unterschrieben. Auch die Bewohner von Oberliebenau und Liebenaus Ortsvorsteher Mathias Wolf (Wählervereinigung) hat sich der Forderung nach einer schnellstmöglichen Sanierung angeschlossen.

Diese Listen wurden auch dem Landratsamt übergeben. Und dort hat man inzwischen reagiert. So versicherte der Beigeordnete für Bau und Umwelt, Heiko Weigel, den Fürstenwaldern noch im November, „dass bauliche Verbesserungen in unserem ureigensten Interesse liegen“. Sollte der Landkreis diesen Aufwand nicht mehr leisten können, müsse über eine Sperrung nachgedacht werden. Ein paar Wochen später kamen dann optimistischere Nachrichten aus Pirna. In einem Gespräch mit Frank Gössel, dem Leiter der Kommunalwirtschaft in Altenberg, erklärte Martina Fehrmann, Abteilungsleiterin Straßenbau und Verkehr im Landratsamt, dass man in diesem Jahr die Schlaglöcher großzügig schließen werde. Wann das geschehe, ließ sie offen. Das hängt von der Entscheidung des Kreistages ab, der mit dem Beschluss des Haushaltsplans auch die Höhe der Straßensanierungsmittel festlegt.