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Dippoldiswalde

Altenberg will schnelleres Internet für alle

Fast 500 Haushalte sind noch immer unterversorgt. Bis zum Frühjahr soll dieses Problem gelöst werden.

Dünne Kabel, große Wirkung. Die Breitbandtechnik ermöglicht schnelle Datenverbindungen im Internet.
Dünne Kabel, große Wirkung. Die Breitbandtechnik ermöglicht schnelle Datenverbindungen im Internet. © Kristin Richter

Eigentlich gehörten sie zu den Vorreitern im Breitbandausbau. Schon 2007 machte man sich im Altenberger Rathaus Gedanken darüber, wie das schnelle Internet aufs Land zu holen wäre. Mit der Deutschen Telekom fand man einen Partner, die moderne Breitbandtechnik ins Osterzgebirge zu holen. Nun aber gibt es immer noch rings um Altenberg sogenannte "weiße Flecken", also Orte, die nach wie vor in Sachen Internet unterversorgt sind. Das will Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) nun ändern. Ziel ist es, dass in allen Orten mindestens 30 Megabit pro Sekunde an Datengeschwindigkeiten zur Verfügung stehen. "Leider gibt es immer noch 497 Adressen, bei denen das nicht der Fall ist", so Kirsten. 

Da die Telekom sich nun laut Kirsten tendenziell vom Land zurückzieht und sich im Breitbandausbau auf die größeren Städte konzentrieren wolle, muss Altenberg umdenken. Um die noch unterversorgten Gebiete ebenfalls entsprechend mit Breitband zu erschließen, hatte die Stadt Altenberg einen Auftrag ausgeschrieben - zunächst ohne Erfolg. Auf die Ausschreibung hin meldete sich kein Unternehmen. Eine erneute Ausschreibung brachte dann immerhin zwei Interessenten hervor, deren Angebote nun geprüft werden.

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Voraussichtlich acht bis zehn Millionen Euro werden hierfür nochmal zusätzlich investiert. Altenberg setzt auf finanzielle Unterstützung von Bund und Freistaat. So bald wie möglich sollen nun die restlichen weißen Flecken mit schnellem Internet versorgt werden. "Ich hoffe, dass wir im Herbst oder spätestens im Frühjahr 2021 alle Ortsteile mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde erschlossen haben", so Altenbergs Stadtoberhaupt. 

Dass die ländliche Region mit moderner Internettechnik ausgestattet werden muss, hält Thomas Kirsten für wichtiger denn je. Immer mehr Läden auf dem Land würden schließen, die Infrastruktur dünne dahingehend aus. Um den ländlichen Raum lebenswert zu halten, sei hier eine funktionierende Internetverbindung für viele Einwohner entscheidender als in größeren Städten, so Kirsten.

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