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Altenberger stimmen dem Vertragsentwurf zu

Die Eingliederung der Stadt Bärenstein nach Altenberg ist noch ein Stück näher gerückt. Nachdem der Bärensteiner Stadtrat dem Vertragsentwurf zur Eingemeindung zugestimmt hatte, taten dies am Montagabend nun auch die Abgeordneten in Altenberg.

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Von Maik Brückner

Läuft alles nach dem Zeitplan der Bürgermeister Hartmut Kohl (Bärenstein) und Thomas Kirsten (Altenberg), dann gibt es im Weißeritzkreis ab dem kommenden Jahr eine politische Gemeinde weniger. Denn die bisher selbstständige Stadt Bärenstein wird dann zum Stadtteil der benachbarten Bergstadt.

Die Vorteile dieser Eingemeindung stellte Thomas Kirsten in der Stadtratssitzung am Montagabend noch einmal deutlich heraus: Durch die Zusammenlegung bleibt der Verwaltung Arbeit und Zeit erspart, denn vieles müsse in der seit September 1999 bestehenden Verwaltungsgemeinschaft doppelt gemacht werden. Er erinnert an die Haushaltsaufstellung und die Erstellung der Jahresrechnungen. „Auch im Bereich der Steuern wird gegenwärtig in zwei Programmen gearbeitet, was natürlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als wenn dies für eine gemeinsame Stadt erledigt würde“, argumentierte Thomas Kirsten. Auch finanziell lohnt sich die „Ehe“. Mit dem Zusammenschluss erhöht sich die Schlüsselzuweisung des Freistaates um etwa 120 000 Euro. Außerdem belohnt die Staatsregierung diese Eingemeindung noch einmal mit einer einmaligen Zahlung in Höhe von 300 000 Euro, welche die Stadt für Investitionen ausgeben kann.

Die Altenberger Bürgervertreter haben diese Argumente wohl überzeugt, denn ohne Diskussion stimmten sie für den Vertragsentwurf. Dieser wird ab dem 21. Oktober in den Rathäusern beider Städte inklusive der Anlage zur Einsichtnahme ausliegen, wobei die Bärensteiner bis zum 20. November noch die Möglichkeit haben, ihre Änderungswünsche einzureichen. Sollte es welche geben, muss der Bärensteiner Stadtrat diese in seiner Sitzung im November abwägen.

Bereits am 1. Dezember 2004 soll der Altenberger Stadtrat über den endgültigen Vertrag befinden. Stimmt er zu, ist das Landratsamt des Weißeritzkreises am Zug. Es prüft die Vereinbarung. Passiert dies schnell genug und gibt es aus Dippoldiswalde keinen Einwände, könnte die Eingliederung rechtzeitig zum neuen Jahr rechtswirksam werden, erläuterte der Stadtchef.

Altenberg würde dann ab dem kommenden Jahr rund eintausend Einwohner mehr haben. Diese Neubürger sollen sich aber auch weiterhin als Bärensteiner fühlen und für ihren Ort stark machen. Das jedenfalls wünschte sich Bürgermeister Kirsten. Denn die Stadt könne zwar für die Infrastruktur und anders sorgen, für das soziale Leben sind die Bärensteiner und ihre Vereine aber selbst verantwortlich, appellierte der Stadtchef.