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Altenbergerin für Auszeichnung nominiert

Jessica Degenhardt ist die einzige Deutsche im Rennen um den renommierten Nurowski-Preis. Es geht um 15.000 Euro.

Von Stefan Brieger
 1 Min.
Rennrodlerin Jessica Degenhardt aus Altenberg
Rennrodlerin Jessica Degenhardt aus Altenberg © photoarena

Große Ehre für eine junge Athletin: Rennrodel-Talent Jessica Degenhardt vom RRC Altenberg ist für den prestigeträchtigen Piotr-Nurowski-Preis nominiert worden. Die 18-Jährige gehört als einzige Deutsche zu den fünf finalen Kandidaten, aus denen der Gewinner gewählt wird. Mit dem Nurowski-Preis ehrt das Europäische Olympische Komitee (EOC) jedes Jahr die besten Nachwuchsathleten des Kontinents. 

Verbunden mit der Preisverleihung ist eine finanzielle Unterstützung für das Training der jungen Sportler zwischen 15.000 Euro für den ersten und 3.000 Euro für den fünften Platz.„Für mich ist es eine sehr große Ehre, in dieser Auswahl zu stehen“, sagt Degenhardt, die über das soziale Netzwerk Instagram von ihrer Nominierung erfuhr. „ Ich musste es zweimal lesen. Damit habe ich dann doch nicht gerechnet.“ 

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Mit der Nominierung würdigt das EOC die herausragenden Leistungen der aktuell weltbesten Nachwuchsrodlerin. Im vergangenen Winter gewann Degenhardt unter anderem Gold und Silber bei den Olympischen Jugendspielen (YOG) in der Schweiz.Mit dem Letten Gints Berzins, der im Rahmen der YOG Gold und Bronze holte, gehört ein weiterer Rodelsportler zur Endauswahl des Nurowski-Preises. 

Flugzeugabsturz 2010 mit mit Polens Staatspräsident Lech Kaczynski

Weiter nominiert sind die Österreicherin Lisa-Marie Hirner, Jugend-Olympiasiegerin der Nordischen Kombination, Freestyle-Goldgewinner Matej Svancer aus Tschechien sowie Biathletin Linda Zingerle, die bei den YOG Gold und Silber gewann.

Gewidmet ist der Preis dem früheren Diplomaten und Sportfunktionär Piotr Nurowski, der 2010 zu den Opfern des Flugzeugabsturzes einer polnischen Delegation in der Nähe von Smolensk gehörte, bei der auch Staatspräsident Lech Kaczynski ums Leben gekommen war. Erstmals verliehen wurde die Auszeichnung 2011. Seit 2016 werden Sommer- und Wintersportler getrennt geehrt.

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Zu den bisherigen Preisträgern gehört auch die Altenberger Rodlerin Jessica Tiebel (2016, 5. Platz).Während Tiebel mittlerweile ihre Karriere beendet hat, arbeitet Jessica Degenhardt nach Lockerung der Corona-Beschränkungen bereits auf den kommenden Winter hin. „Ich bin echt froh, dass sich mein Schul- und Trainingsalltag wieder eingependelt hat“, sagt sie. „Ich denke, meine Gruppe und ich stehen inzwischen sehr gut im Training und wir freuen uns jetzt schon auf die kommende Saison.“

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