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Alter Bergbau in Gartensparte?

Mitten in einer Freitaler Kleingartenanlage sackt die Erde nach, nicht zum ersten Mal. Nun untersucht die Bergsicherung die Stelle.

Unter dem ehemaligen Vereinshaus der Gartensparte war der Boden nachgesackt.
Unter dem ehemaligen Vereinshaus der Gartensparte war der Boden nachgesackt. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Volksgesundheit ist Freitals größte Gartensparte, was allerdings nicht der Grund dafür ist, weshalb sich Bergbauexperten nun für die Laubenpieper im Poisental interessieren. Vielmehr untersuchte die Bergsicherung Dresden kürzlich eine Stelle mitten in der Gartenanlage, wo der Boden nachgesackt war. Mittels Erkundungsbohrungen wollen sie ermitteln, ob gegebenenfalls alte Bergbauanlagen die Ursache für das Loch im Boden sind.

An der Stelle stand bis vor kurzem ein altes Vereinshaus. Nachdem die Kleingärtner dies abgerissen hatten, bemerkten sie, dass der Erdboden unter dem Gebäude nachgesackt war und informierten die Behörden. 

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Bekannt ist im Sächsischen Oberbergamt Freiberg lediglich, dass vom 18. bis zum 20. Jahrhundert an der West- bis Nordflanke des Windberges Kalk abgebaut wurde. Dort durchziehen 50 bis 70 Zentimeter dicke Kalkmergelbänke den Hang. "Das Material wurde im grundherrlichen Bergbau ohne staatliche Aufsicht gewonnen. Deshalb sind heute zu diesem Kalkbergbau keine Grubenrisse verfügbar", erklärte Oberberghauptmann Bernhard Cramer, Leiter des Oberbergamtes. 

Bereits 2016 war in der Volksgesundheit der Boden nachgesackt, etwa 200 Meter südlich des jetzigen Schaden. Damals fand ein Gartenfreund auf seinem Pachtland ein etwa zwei Meter tiefes Loch vor. Die Bergsicherung entdeckte damals einen alten Schacht, der in einem kurzen Stollen mündete. Das alte Bergwerk wurde damals gesichert und verfüllt. Oberberghauptmann Cramer schließt einen Zusammenhang der beiden Schadstellen aufgrund der relativ großen Entfernungen zueinander aus. Die Ergebnisse der neuen Erkundung sollen in einigen Tagen vorliegen. 

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