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Altes Gartenlokal wird zum Gemeindehaus

Eine Meißner Kirchgemeinde freut sich über ihren frisch renovierten Treff.

Der Gemeindesaal der Kirchengemeinde des Apostelamtes Jesu Christi Meißen 2 erstrahlt in neuem Glanz. Am 30. März 2014 fand die Wiedereröffnung mit einem feierlichen Gottesdienst statt. In diesem Rahmen wurde allen Spendern und Bauschaffenden herzlich gedankt. Dem Gottesdienst wohnten etwa 100 Menschen bei. Mit einer Vielzahl von Gesprächen klang die Eröffnung nach einem gemeinsamen Mittagessen gegen 14.30 Uhr aus.

Zur Geschichte: Wem ist noch das „Gartenhaus“ des Restaurants Lindengarten in Zaschendorf bekannt? Fast niemandem mehr! Der Lindengarten war ein beliebtes Restaurant in Meißen. In den ersten Jahren der DDR fand das Gartenhaus als Lager Verwendung, bis es schließlich leer stand. Sein Zustand war erschreckend.

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz
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Ein sonniger Tag tut Körper und Geist gut. Doch ob auf dem Balkon, im Garten oder am Wasser: Hautschutz ist dabei unerlässlich.

Die sich in Meißen gründende Gemeinde des Apostelamtes Jesu Christi mietete sich im Jahre 1954 in das Gebäude ein. Bereits da war viel Mut und Kraft notwendig das Gebäude für den eigentlichen Zweck der Gemeinschaft herzurichten. Sich dessen unbewusst, in historischen Mauern zu wohnen, begannen Gläubige, das historisch größte Kulturgut der Menschen, den Glauben, zu pflegen.

Die Glaubenspflege geht mit der Erhaltung von Begegnungsstätten einher. Im Jahre 2000 erwarb die Kirchengemeinde das Grundstück von den damaligen Erben. Die Spendenfreudigkeit der Kirchengemeinde dafür war enorm hoch.

Der Zahn der Zeit nagte aber nun doch an der Substanz des Bauwerkes. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten standen ins Haus. In einer Gemeindeversammlung im November 2013 bekannte sich die Kirchengemeinde zur Erhaltung der Kulturgüter Bauwerk und Glauben. Wieder war der tiefe Griff in die eigene Tasche gefragt. Die Kosten für die Werterhaltung wurden auf ca. 100 000 Euro beziffert. Man bedenke, bei einem sonntäglichen Besuch von etwa 50 Gläubigen stellt das eine enorme Summe dar. Da muss Kulturgut einen hohen Stellenwert haben! An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle Spender.

Mit Beginn des Jahres 2014 wurde Hand angelegt, teils durch die Gläubigen selbst aber auch durch die beauftragten Gewerke. 100 schweißtreibende Tage standen vor den Akteuren des Baues. Die Freude, etwas Besonderes tun zu dürfen, erfüllte alle mit beträchtlichem Stolz und mobilisierte immer wieder die Kräfte.

Was wird aber in der Zeit des Baues mit dem Kulturgut Glauben? Wo können wir ihn während dieser Zeit pflegen? „Bei uns, im Gemeindehaus Am Steinberg, findet ihr Platz!“, erschallte es von den dortigen Glaubensgeschwistern des Apostelamtes Jesu Christi. Diese gemeinsame Zeit war wunderbar und voller toller Begegnungen. Danke für alles!

Das Gartenrestaurant war einst ein Haus der Begegnung. Heute ist es eine Begegnungsstätte, wo Gläubige miteinander das Kulturgut Glauben pflegen können, eine offene Stätte für Menschen guten Willens. Alle Interessierten laden wir ganz herzlich zu den sonntäglichen Gottesdiensten, jeweils 10 Uhr, ein.

(Aus einem Brief der Kirchengemeinde des Apostelamtes Jesu Christi Meißen 2)