SZ +
Merken

Altes Gemälde kehrt zurück

Zur 700-Jahr-Feier 1925 bekam Kamenz ein großes Bild vom Sechsstädtebund geschenkt. Das bis jetzt verschollene Kunstwerk tauchte nun wieder auf.

Teilen
Folgen

Kurz bevor sich an diesem Montag der Forstfestzug in Bewegung setzte und das bunte Treiben in den Kamenzer Straßen und auf dem Markt alle Blicke auf sich zog, fand im Zimmer des Oberbürgermeisters eine bemerkenswerte Gemäldeübergabe statt: Denn der Anlass des außergewöhnlichen Termins liegt bereits 88 Jahre zurück. Im Jahre 1925 schenkten Vertreter des Sechsstädtebundes aus Bautzen, Zittau und Löbau der Stadt Kamenz ein großformatiges Gemälde, das eine Ansicht von Bautzen zeigt. Zu sehen sind die Ortenburg die Alte Wasserkunst und die Michaeliskirche, außerdem das Rathaus und der St.-Petri-Dom. Die Stadtansicht war ein Geschenk zum 700-jährigen Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung von Kamenz.

Irgendwann geriet das Bild im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Blickfeld. Erst durch Zufall wurde es nun im Haus für „Altersgerechtes Wohnen“ auf der Jesauer Straße in Kamenz wieder aufgefunden. Betrieben wird die Einrichtung vom Arbeiter-Samariter-Bund. Dieser übergab das Gemälde vor wenigen Tagen an den Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz. Um an den historischen Anlass – das Oberlausitzer Städtebündnis zu erinnern – war auch Bautzens Oberbürgermeister Christian Schramm bei dem Termin zugegen.

Maler ist bisher unbekannt

Spannend bleibt die Frage, wer der Maler ist, der die Stadtansicht geschaffen hat. dafür bedarf es noch genauerer Untersuchungen. In den nächsten beiden Wochen kann man das Gemälde übrigens im Lichthof des Kamenzer Rathauses in Augenschein nehmen – immer zu den Öffnungszeiten der Kamenzer Stadtverwaltung. (SZ)

Stadtverwaltung Kamenz, Markt 1, geöffnet: Mo 9 bis 16 Uhr; Di und Do 9 bis 18 Uhr; Mi und Fr 9 bis 13 Uhr.