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Altes Haus bleibt vorerst stehen

Der frühere Pferdestall am Rathaus ist eine Gefahrenstelle. So einfach zu beseitigen ist sie aber nicht.

Von Romy Kühr

Zum Erhalten zu marode, zum Abriss noch zu gut – so könnte man den Zustand des ehemaligen Pferdestalls am Rathaus zusammenfassen. Das Gebäude im Hof des Rathauses engt den Gehweg an der Reichsstraße enorm ein. Vor allem im Winter bleibt Fußgängern nur ein schmaler Streifen, wenige Zentimeter daneben rauschen die Autos vorbei. Hinzu kommt, dass das alte Haus in einer Kurve steht, sodass Autofahrer den Bereich schlecht einsehen können. „Das ist wirklich problematisch“, haben Stadträte schon mehrfach angemahnt – und vorgeschlagen, das ungenutzte Gebäude doch endlich abzureißen. Fördermittel könnte die Stadt aus einem Stadtumbau-Programm bekommen.

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Dennoch sieht Bauamtsleiter Matthias Lachmann schlechte Chancen, dass der Abriss gelingt. Denn: das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Und die Denkmalschutzbehörde gebe gewöhnlich nur dann ihre Genehmigung zum Abriss, wenn ein Haus nicht mehr zu retten sei. „So schlecht ist die Substanz aber noch nicht“, sagt Lachmann. Deshalb stehe ein Abriss derzeit nicht zur Debatte. Der historische Bau diente früher als Pferdestall der Fabrikantenvilla, in der heute das Rathaus von Ebersbach-Neugersdorf untergebracht ist.