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Dippoldiswalde

Asbest in der alten Kita-Baracke

Der Abriss in Schmiedeberg brachte mehrere kostspielige Überraschungen. Für den geplanten Neubau hat das Folgen.

Für die Schmiedeberger Kinder wird eine neue Krippe gebaut.
Für die Schmiedeberger Kinder wird eine neue Krippe gebaut. © Egbert Kamprath

Eine alte Baubaracke kann es in sich haben. Das merken die Bauverantwortlichen der Stadt Dippoldiswalde beim Abriss und Neubau der Kinderkrippe in Schmiedeberg. Früher war die Einrichtung in einer solchen Baracke untergebracht, die im Brandfalle aber viel zu gefährlich für die Kinder wäre. Deswegen musste sie weichen.

Seit einigen Wochen sind die Kinder in einem Containerbau untergebracht. Die alte Krippe wurde abgerissen. Aber dabei brachte sie kostspielige Überraschungen. Es stellte sich erstens heraus, dass sie nicht nur mit Holz verkleidet war, wie es den Anschein hatte, sondern dass dort auch Asbest eingebaut war. Das war ein gängiges Baumaterial in den 1970er-Jahren, als die Krippe errichtet wurde. Weil dieses Material aber Lungenkrebs verursachen kann, gelten heute strenge Vorschriften für seinen Abbau und die Entsorgung. Das wiederum hat höhere Kosten zur Folge.

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Als dann die Baracke entfernt war, zeigte sich das zweite Problem. Der Untergrund ist mit Schlacke und Formsand aufgefüllt worden, bevor seinerzeit dort die Krippe errichtet worden ist. In Schmiedeberg war solches Material reichlich vorhanden. Aber auch das ist kein gewöhnliches Baumaterial, sondern muss als Sondermüll entsorgt werden und durch unbelasteten Boden ersetzt werden. Auch das bringt Kosten mit sich, die ursprünglich nicht eingeplant waren.

Um diese Entwicklung zu erklären, will er den verantwortlichen Planer, Hagen Aye vom Büro Basler und Hofmann, zur nächsten Stadtratssitzung einladen, informierte Peter Antoniewski, der Baubeigeordnete der Stadt Dippoldiswalde, der zurzeit auch die Stadtverwaltung leitet. Die bisherige Kostenschätzung von 965 000 Euro für Abriss und Wiederaufbau der Kinderkrippe ist nicht mehr zu halten. Die Baukosten werden voraussichtlich die Millionengrenze überschreiten. Die Stadt hat dabei wenig Spielraum. Um die Betriebsgenehmigung für die Krippe zu erhalten, muss sie baulich einwandfrei sein.

Das waren auch nicht die ersten Überraschungen, welche dieses Bauvorhaben mit sich bringt. Schon in der Bauvorbereitung zeigten sich große Schwierigkeiten. Wegen der Nähe zum Wald muss das Bauwerk besonders stabil ausgelegt werden. Auch mussten einige Bäume weichen, damit von ihnen keine Gefahr für die Kinder ausgehen kann. Diese Auflagen haben die Bauvorbereitung deutlich verzögert. Deswegen kann der eigentliche Neubau erst jetzt beginnen.

Ziel ist nun, dass der Neubau der Krippe in diesem Jahr abgeschlossen wird. Dann können die Kinder wieder umziehen aus der Übergangslösung mit den Containern und die dann komplett neu errichtete Krippe. Die Außenanlagen werden erst im kommenden Jahr fertig.

In Dippoldiswalde:

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