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Altstadtfest-Abschluss mit Rock-Legende Lift

Musik. Am 13. August werden auf dem Radeberger Marktplatz Hits wie „Am Abend mancher Tage“ erklingen.

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Von Jens Fritzsche

Die Spatzen pfiffen es längst von Radeberger Dächern: Beim diesjährigen Altstadtfest im August wird es einige Neuerungen und namhafte Überraschungen im Festprogramm geben. Eine ist nun bereits offiziell geworden: Die ostdeutsche Rock-Legende Lift wird am Sonntagabend, zum Abschluss des Festes, auf der Bühne am Radeberger Marktplatz spielen. „Ich denke, das wird nochmal ein echter Höhepunkt für die Festbesucher“, freut sich Stadtsprecher Jürgen Wähnert, dass es gelungen ist, die Band um Sänger Werther Lohse nach Radeberg zu holen.

Die Musiker von Lift sind dabei im Rödertal gern gesehene Gäste. Und das nicht erst, seit Lift regelmäßig Konzerte in der Seifersdorfer Kirche spielt. Bei einem Konzert in der Dresdner Lukas-Kirche war der Seifersdorfer Pfarrerin die Idee gekommen, die wunderbaren Melodien und tiefgründigen Texte von Lift live in ihre Kirche zu holen. Mit Erfolg, die Band kam immer wieder in den Wachauer Ortsteil. Für die jüngste CD der Band war sogar im Sommer 2003 ein Konzert in der Seifersdorfer Kirche mitgeschnitten worden – und ist nun auf dem Silberling unter dem Titel „Lift Classics“ zu hören. Aber auch auf der Bühne am „Alten Teichhaus“ in Ottendorf-Okrilla war Lift vor einiger Zeit zu erleben gewesen. Mit einem Weihnachtskonzert zum Beispiel. Jüngst war Werther Lohse zudem wieder in Ottendorf zu Gast, gemeinsam mit seinem Sänger-Kollegen Stephan Trepte (electra) und dem Keyboarder Andreas Leuschner lasen sie im Biergarten des „Alten Teichhauses“ aus dem Buch „Geschichten vom Sachsendreier“. Und die gestandenen Musiker erzählten da unterm großen Kastanienbaum des Biergartens witzige, aber auch bewegende Geschichten aus über 40 Jahren DDR-Rock, den sie mitgeprägt hatten.

Dabei ist es stets auch eine Reise zu den Wurzeln der Band, wenn Lift in der Nähe von Dresden auftritt. Schließlich war die Gruppe hier einst entstanden. Zunächst unter dem Namen Dresden-Septett, später dann als Lift. Gemeinsam mit electra und der Stern Combo Meißen brachten die drei Dresdner Bands eine eigene Sparte des DDR-Rocks zum Klingen: den Kunst-Rock. Mit Adaptionen klassischer Musik sorgten sie für Furore oder mit Rock-Suiten wie Weißes Gold (Stern Combo Meißen) oder Sixtinische Madonna (electra). „Ich bin ja in Freital aufgewachsen, habe meine ersten musikalischen Schritte in Dresden gemacht, da sind meine Wurzeln“, gibt Werther Lohse unumwunden zu. Dass er heute in Berlin lebt, „hängt einfach damit zusammen, dass du zu DDR-Zeiten in Berlin sämtliche Studios und Radiosender hattest – solche Kontakte waren wichtig“. Und vielleicht, sagt Werther Lohse, vielleicht zieht er ja doch noch mal zurück nach Sachsen…