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Altstadtgasse in Leisnig wird zugemüllt

An der Brösener Gasse hat sich jetzt vier Wochen lang der Sperrmüll „vermehrt“. Wie geht es damit weiter?

Nach einer Zwangsräumung hat sich in Leisnig an der Brösener Gasse seit mehreren Wochen ein großer Haufen Sperrmüll angesammelt. Der stinkt mittlerweile, haben die Nachbarn festgestellt. Aber auch von Anwohnern soll Müll dazugekommen sein.
Nach einer Zwangsräumung hat sich in Leisnig an der Brösener Gasse seit mehreren Wochen ein großer Haufen Sperrmüll angesammelt. Der stinkt mittlerweile, haben die Nachbarn festgestellt. Aber auch von Anwohnern soll Müll dazugekommen sein. © Heike Heisig

Leisnig. Die Brösener Gasse ist eine hübsch sanierte Altstadtgasse. Zuletzt haben die Anwohner eine neue Straßenbeleuchtung bekommen. Eigentlich müssen sie zufrieden sein mit dem, was sie vor ihrer Haustür vorfinden. Doch gerade sind sie das nicht.

Der Grund ist eine Menge von Hausrat, der lose und auch in Säcken verpackt am Straßenrand steht – mittlerweile seit vier Wochen, sagt eine Nachbarin. „Inzwischen fängt das Sammelsurium schon an zu stinken“, schimpft sie. 

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Wahrscheinlich auch, weil es darauf geregnet hat, die Sachen dann wieder trocknen.Wie sie erzählt, handelt es sich bei dem Hausrat um Mobiliar eines Nachbarn, dessen Wohnung zwangsgeräumt worden ist. Doch das scheint nur die halbe Wahrheit zu sein.

Nach Zwangsräumung schon einmal aufgeräumt

 Uwe Dietrich vom Bau- und Ordnungsamt hat sich die Ansammlung von Spielzeug über Lampen bis hin zu alten Reifen in dieser Woche selbst angeschaut und war nicht untätig. Wie er auf Anfrage von Sächsische.de sagt, sei das, was von dem zwangsgeräumten ehemaligen Mieter stammt, wohl abgeholt worden. „Und zwar über die normale Entsorgung, die jeder Haushalt bei der Entsorgungsgesellschaft anmelden kann“, erklärt der Mann vom Ordnungsamt

.Das meiste, was übrig geblieben sei, stammt nach den Recherchen von Uwe Dietrich von dem Hauseigentümer selbst. „Außerdem sind auch Anwohner des Bereiches beobachtet worden, wie sie ihren Sperrmüll dazugestellt haben“, sagt er.

 Das sei unschön, aber nicht zu ändern: „Es ist komisch – Müll bekommt immer Kinder“, bringt der Mann vom Ordnungsamt seine Erfahrungen auf den Punkt.Damit der Müllberg nicht weiter wächst, wird die Kommune handeln. 

Stadt will sich Beräumungskosten zurückholen

Über eine sogenannte Ersatzvornahme gibt das Ordnungsamt die Entsorgung jetzt in Auftrag. „Ich gehe davon aus, dass zwei Container benötigt werden“, so Dietrich.

Für gewöhnlich werden die Kosten dem Verursacher in Rechnung gestellt. Das soll auch in diesem Fall passieren – zumindest wird es die Kommune versuchen, wie Dietrich versichert. Allerdings weiß er jetzt schon, dass das schwierig werden wird. Wie er sagt, liege der Stadtverwaltung keine aktuelle Meldeadresse vor, was die Zustellung einer Rechnung nahezu unmöglich macht. 

Allerdings gibt es eine Handynummer. Die steht an dem geräumten Haus, das auf diesem Weg zum Verkauf angeboten wird.

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