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Görlitz

Am 1. Mai wurde bis 1989 marschiert

Das, was einst überall an diesem Feiertag passierte, ist für jüngere Leser kaum nachzuvollziehen.

Direktor Arnold Müller als Kutscher eines Ponygespanns
Direktor Arnold Müller als Kutscher eines Ponygespanns © Rainer Kitte / Sammlung Ralph Schermann

Das ist für jüngere Leser kaum nachzuvollziehen: Der 1. Mai wurde einst überall im sozialistischen Lager mit Demonstrationen begangen. Auch in Görlitz defilierten die Bürger an einer Tribüne vorbei, auf der sich die Honoratioren von Partei und Gesellschaft zuwinken ließen.

Stets waren Orchester mit dabei, zum Beispiel die Schalmeienkapelle des Kinderheimes „Otto Buchwitz“ (Bild rechts 1980). Offiziell wurden bei den rund zweistündigen Vorbeimärschen in „besten Zeiten“ um die 30 000 Görlitzer gezählt. Nicht alle kamen vor der Tribüne an, manche verdrückten sich bereits vorher aus den Marschblöcken. Waren anfangs noch viele bunt gestaltete Festwagen dabei, beschränkte sich das später sowohl wegen Benzineinsparung als auch wegen nicht gewollter Abgasbelästigung der dahinter Marschierenden auf wenige Fahrzeuge, immer dabei jedoch der Tierpark, hier mit Direktor Arnold Müller als Kutscher eines Ponygespanns (Bild oben 1976).

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Zum kulturellen Angebot des Feiertages gehörten dann stets ein Rummel auf der Elisabethstraße, eine Stadthallen-Veranstaltung und Platzkonzerte überall in Görlitz. 1989 zählte auch die Eröffnung einer „Ständigen Ausstellung Görlitz 1945 bis jetzt“ im Kais
Zum kulturellen Angebot des Feiertages gehörten dann stets ein Rummel auf der Elisabethstraße, eine Stadthallen-Veranstaltung und Platzkonzerte überall in Görlitz. 1989 zählte auch die Eröffnung einer „Ständigen Ausstellung Görlitz 1945 bis jetzt“ im Kais © Rainer Kitte / Sammlung Ralph Schermann

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