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Am besten gleich die Eierbergstraße verlegen

Reinald Görner aus Steina schreibt zum Thema Kreisverkehr am Eierberg:

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In meinem Berufsleben gehört der Eierberg 30 Jahre lang zum täglichen Arbeitsweg. Es gibt aus dieser Zeit zahlreicher Episoden, die an Erlebnisse mit Verkehrsteilnehmern erinnern. Verkehrsrowdys, Raser und notorische Bummler, Kleintransporter ohne Winterreifen, Wildschweinrotten, Rehe und sogar Dachse machten neben schwierigen Wetterverhältnissen das Fahren auf der Eierbergstraße teilweise schwer. All diese kritischen Verkehrssituationen spielten sich nicht nur auf der berüchtigten Eierbergkreuzung, sondern auf der gesamten Strecke zwischen Herbergsruhe und Autobahnabzweig ab. In dieser langen Zeit hat sich die Erkenntnis nicht nur bei mir durchgesetzt, dass die Verkehrsführung der Eierbergstraße ein Schildbürgerstreich ist. Diese Straße entstand zu Zeiten unserer Vorväter. Damals galten andere Bedingungen. Wenn nun hier so viel Geld verbaut werden soll, wäre es doch zu überlegen ob nicht eine Lösung gefunden werden kann, die alle Probleme beseitigt. Mein Vorschlag ist, die gesamte Trasse zu verlegen bis zu dem Punkt der neuen Autobahnauffahrt für die Autobahnspange A 17, Pirna bis zur A4 bei Leppersdorf, von dort durch den Sattel zwischen Eierberg und Lichtenberg Steinberg, durch die ehemalige Ziegelei und weiter über die Mittelbacher Straße, die Friedersdorfer Straße bis zur Kamenzer Straße am Waldschlösschen. Damit wäre das Problem Eierberg und die Ortsumgehung Pulsnitz insgesamt erledigt. Denn meines Wissens ist noch keine Lösung gefunden für die spätere Einbindung der jetzigen Eierbergstraße zur Autobahn. Auch die Lösung der teilweise Lkw gesperrten Stadt Pulsnitz ist nur ungenügend, da diese jetzt bis zur Auffahrt Ohorn müssen und dann doch wieder in die Stadt hineingeleitet werden. Einen Nachteil hätte die Verlegung allerdings, man müsste auf den herrlichen Ausblick auf Pulsnitz und das Nordwestlausitzer Bergland teilweise verzichten.