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Am Butterberg eine Erfolgsgeschichte

Wie entstand die Idee, eine solche Fahrrad-Erlebnistour zu organisieren? Das hängt damit zusammen, dass wir Mitglied im Krabat-Verein sind. Dort gibt es die Arbeitsgruppe „Krabat erleben“. In der suchten...

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Wie entstand die Idee, eine solche Fahrrad-Erlebnistour zu organisieren?

Das hängt damit zusammen, dass wir Mitglied im Krabat-Verein sind. Dort gibt es die Arbeitsgruppe „Krabat erleben“. In der suchten wir nach einer Idee für eine gute Veranstaltung, mit der man Leuten die Krabat-Region näher bringt.

Und wie kam die Idee bei den Fest-Organisatoren an?

Wir haben in Nebelschütz offene Türen eingerannt. Bürgermeister Thomas Zschornak ist total rührig und ein verlässlicher Partner. Wir haben ja nicht das erste Mal miteinander zu tun. Zwischen Nebelschütz und dem Abenteuercamp Deutschbaselitz gibt es schon lange eine gute Zusammenarbeit.

Rennt man mit so einem Event im Gepäck nicht überall offene Türen ein?

Nicht unbedingt. Letztes Jahr, als das Krabat-Fest in Groß Särchen stattfand, wollten wir auch schon so eine Tour auf die Beine stellen. Aber die Organisatoren waren nicht interessiert. Sie favorisierten ein Unterhaltungsprogramm.

Und was ist die Fahrrad-Erlebnistour? Nur Sport?

Keinesfalls. Wir wollten unbedingt etwas, wo man aktiv werden kann. Volksfeste haben ja sonst eher statischen Charakter, wo Leute im Bierzelt sitzen. Und es sollte die Krabat-Region erlebbar machen. Außerdem haben wir die Tour so gelegt, dass Teilnehmer danach noch was vom Festgeschehen mitbekommen. Wer will, kann also auch im Bierzelt sitzen. Dann aber mit dem guten Gefühl, etwas getan zu haben, vielleicht sogar in Familie.

Was erwartet die Teilnehmer?

Eine etwa 30 Kilometer lange Strecke mit sieben Stationen. Das ist auch für Kinder machbar, denn es gibt kaum Anstiege. An den Stationen sind Aufgaben zu erfüllen, für die es Punkte gibt. Den Siegern winken kleine Preise. Schnelligkeit ist nicht gefragt, sondern ankommen und erleben. Im Mittelpunkt der Tour steht Krabat. Wir testen auch Fahrradgeschicklichkeit und es gibt eine Nonsensstation. Im Abenteuercamp sitzen die Radler am Lagerfeuer und bekommen rustikales Essen aus dem Kessel. Die anderthalb Stunden Mittagspause sind fürs Relaxen oder Testen der Camp-Angebote gedacht. Schließlich soll die Tour für die Teams kein Stress, sondern ein schönes Erlebnis sein.

Stemmt ihr dieses Event allein oder gibt es Partner?

Ohne die geht’s kaum. Wir haben drei wirklich gute Mitstreiter gefunden. Mit der AOK, in deren Pfundskur die Tour eingebettet ist, arbeiten wir sehr gut zusammen. Oppacher sponsert alkoholfreie Tourgetränke, Little John Bikes aus Neukirch macht vor der Tour den Fahrrad-Tüv und begleitet den Pulk mit einem Mechaniker-Team. Es gibt auch Leihräder. Beispielsweise für Leute, die von weiter her kommen und ihre Räder nicht transportieren können. Die muss man aber vorher reservieren.

Kommen solche Angebote an?

Auf jeden Fall. Das merken wir bei der Fahrrad-Erlebnis-Tour um den Butterberg. Bei der fünften Tour in diesem Jahr waren mehr als 40 Teams mit über 200 Radlern dabei. Es gibt viele aktive Leute mit wenig Freizeit. Bei unserer Tour brauchen sie sich um nichts kümmern. Weder Strecke abradeln noch eine Karte besorgen. Nur anreisen.

Gespräch: Manuela Reuß

Anmeldung: möglichst noch heute bei Birgit Kretschmer im Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit Bischofswerda,

(03594) 70 74 60 oder E-Mail an

[email protected]