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Radebeul

Am Hofwall ist noch dieses Jahr Baustart

In Zentrumsnähe soll ein neues Wohngebiet entstehen. Mit Pflegeheim. Die Stadt gibt grünes Licht für die Bauanträge.

So soll es mal aussehen, das neue Radeburger Wohngebiet am Hofwall, links das Pflegeheim.
So soll es mal aussehen, das neue Radeburger Wohngebiet am Hofwall, links das Pflegeheim. © Visualisierung: Hentschke Bau GmbH

Von Ines Scholze-Luft

Radeburg. Im Technischen Ausschuss standen sie vorige Woche zur Diskussion: Die Bauanträge zur Errichtung eines Altenpflegeheims und der Mehrfamilienhäuser für betreutes Wohnen im künftigen Stadtquartier auf dem Gelände des ehemaligen Ritterguts Am Hofwall, nahe dem Stadtzentrum.

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Der Ausschuss stimmte zu, auch den beantragten Befreiungen von Festsetzungen des Bebauungsplanes. Beispielsweise beim Pflegeheim, wo die außenliegenden Treppenanlagen in West- und Ostflügel die Baugrenze um wenige Quadratmeter überschreiten.

Dass die Bauvorbereitungen damit deutlich Fahrt aufnehmen, ist für die Stadt ebenso erfreulich wie für den Investor. Die Hentschke Bau GmbH will an dem Standort Wohnraum für Senioren und für junge Leute schaffen. Gearbeitet wird an den Plänen fürs neue Wohngebiet seit Längerem.

So hatte der Stadtrat bereits im Dezember 2016 beschlossen, einen B-Plan aufzustellen. Der Investor und die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, anfangs fürs betreutes Wohnen und die künftige Begegnungsstätte zuständig, präsentierten ihre Vorstellungen. Doch dann hieß es im Juni 2018, ein neuer Zuständiger für Pflegeheim und betreutes Wohnen wird gesucht, weil der vorgesehene Chemnitzer Heimbetreiber, ein Tochterunternehmen der Volkssolidarität, nicht ausreichend Personal für die Einrichtung gefunden hatte.

So sieht es dort jetzt aus (kl. Bild), noch befindet sich auf dem Gelände des alten Rittergutes eine Brache. 
So sieht es dort jetzt aus (kl. Bild), noch befindet sich auf dem Gelände des alten Rittergutes eine Brache.  © Arvid Müller

Die Hoffnung, mit den Tiefbauarbeiten Ende 2018/Anfang 2019 beginnen zu können – auch ein noch zeitigerer Termin war zuvor im Gespräch –, zerschlug sich. Erst im Dezember 2018 wurde der Bebauungsplan beschlossen. Ohne den aber dürfe das Vorhaben nicht eingereicht werden, sagt Falk S. Al-Omary, Pressesprecher der Hentschke Bau GmbH, auf die Frage, weshalb es so lange gedauert hat, bis die Bauanträge gestellt werden konnten.

Die früheste Einreichung sei Anfang Januar möglich gewesen. Mit den Nachforderungen des Kreisbauamtes Meißen seien die Unterlagen dann erst an die Stadt Radeburg gesandt worden, entsprechend dem Verwaltungsverfahren.

Nun hat das alles offensichtlich die längste Zeit gedauert. Der Baubeginn für Pflegeheim und betreutes Wohnen ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant. Die Fertigstellung soll im vierten Quartal 2022 erfolgen, sagt Al-Omary.

Zu den bisher bekannten Eckdaten des Vorhabens hat er konkretisierte Zahlen. So bleibt es dabei, dass auf dem Rittergutsgelände neun dreistöckige Häuser gebaut werden. Das größte, im westlichen Bereich, wird das Altenpflegeheim mit 93 Plätzen. Dazu kommen vier Häuser mit etwa 55, nicht wie ursprünglich angekündigt 52, barrierefreien Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, mit Terrasse oder Balkon, Fußbodenheizung, bodengleicher Dusche und Aufzug. Und schließlich entstehen weitere vier Häuser mit circa 34 Wohnungen für junge Familien.

Gefunden wurde inzwischen auch ein Unternehmen, das sowohl das betreute Wohnen als auch das Pflegeheim betreibt. Dabei handelt es sich um die Firma Michael Bethke Leben und Wohnen GmbH, teilt der Pressesprecher mit. Das Unternehmen ist in Berlin ansässig.

Die Erschließungsarbeiten auf dem Gelände des Stadtquartiers kommen ebenfalls voran. Der erste Oberbodenabtrag, die Modellierung wurden gemacht, die Planung ist fast abgeschlossen, fasst Falk S. Al-Omary zusammen. Die finale Version der Ausführung müsse noch mit der Stadt abgesprochen werden, da sie die Straße als Grundstück übernimmt.

Interessenten für Pflegeheim und Mietwohnungen – vermutlich um die 250 Menschen werden mal in dem Stadtquartier leben – können sich dem Pressesprecher zufolge jetzt schon melden und entsprechend informieren.

Ansprechpartner beim betreuten Wohnen und Pflegeheim: Tel. 0351 272300 (Frau Gross) und bei den Mehrfamilienhäusern: 03591 670368 (Frau Höntsch, Hentschke Bau GmbH)