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Am Keulenberg hat sich viel Prominenz angesagt

Der 33. Oberlichtenauer Silvesterlauf steht bevor. Mit Maik Petzold und Markus Thomschke ist sogar Welt-klasse gemeldet. Aber auch andere sind ambitioniert.

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Von Wolfgang Bieger

Simone Röntzsch von der SG Oberlichtenau erlebte am 22. Oktober einen glänzenden Höhepunkt ihrer Karriere. Viereinhalb Stunden höchste Anstrengung auf einem 50 Kilometer langen Kurs mit insgesamt 1700 Höhenmetern lagen hinter der 46-jährigen Krankenschwester. Das war der zweite Platz in ihrer Altersklasse beim renommierten Sparkassen-Alb-Marathon in Schwäbisch-Gmünd. Doch damit nicht genug: Auch bei der nachfolgenden Siegerehrung wurde Simone auf das Podest gerufen. Die Bronzemedaille im Europacup 2011 der Ultramarathonläuferinnen, wo die Resultate von sechs außerordentlich anspruchsvollen und langen Laufwettbewerben einfließen, erhält einen ganz besonderen Platz in ihrer ohnehin reichhaltigen Trophäensammlung.

Simone wird am Sonnabend ebenso beim 33. Oberlichtenauer Silvesterlauf dabei sein wie Markus Thomschke. Der 27-jährige Oberlichtenauer klopfte schon mal an die Tür der Weltspitze im Langstreckentriathlon. Im September schaffte er Gesamtplatz 6 unter über 1500 Startern in Pembrokeshire/Wales bei einem mehr als welligen Ironman, und bereits zehn Wochen später wurde er unter 2300 Aktiven in Cozumel/Mexiko bester deutscher Starter. Dabei galt es, die Zähne zusammenzubeißen, um unter dem Jubel von Familie und Freunden möglichst viele Punkte für die avisierte Qualifikation für die nächste WM auf Hawaii zu erreichen. Es gelang.

Und natürlich sind am 31. Dezember auch Holger Uhlmann und Steffen Partusch beim Heimrennen dabei. Der eine hat in diesem Jahr knapp 1200 Höhenmetern in St. Niklaus beim Zermattmarathon absolviert – das waren 45 Kilometer nur bergauf zum Gornergrat auf hochalpinen 3100 Metern. Und der andere blickt in diesem Jahr auf gleich drei Marathonläufe in Dresden, Berlin und Frankfurt zurück. Aber auch die anderen Ausdauerathleten der SG Oberlichtenau können auf eine gute Bilanz verweisen, die immer nach dem letzten Wettkampf des Jahres gezogen wird …

Denn die Messen für die vielen Laufsportfreunde aus Radeberg, Kamenz, Pulsnitz, Elstra, Dresden und von weiter her werden erst nach dem traditionellen Oberlichtenauer Silvesterlauf gesungen. Es ist sicher keiner der spektakulären Wettbewerbe, so wie die oben erwähnten. Und für die Silvesterparty will man ja auch noch etwas fit bleiben. Die letzten Körner werden also nicht in die Schale geworfen, auch wenn durchaus ernsthaft um Sieg und Podestplatz gekämpft wird.

Doch gerade deshalb ist der Oberlichtenauer Silvesterlauf in weitem Umkreis so beliebt: Das entspannte Fluidum, ein familiäres Flair machen diesen Wettbewerb zu etwas Besonderem. Sieht man vom vergangenen Jahr ab, wo der Lauf den immensen Schneemassen zum Opfer fiel, so nutzten in den Jahren zuvor jeweils mehr als 300 Aktive die Möglichkeit zum sportlichen Jahresausklang.

Die Laufgruppe der SG Oberlichtenau freut sich auf den Besuch der Läuferfamilie aus ganz Sachsen und darüber hinaus. Bis gestern Nachmittag waren übrigens schon 206 Starter vorangemeldet. Unter ihnen übrigens auch Maik Petzold aus Bautzen, der sich auf den Olympischen Triathlon 2012 in London vorbereitet. Aber, das ist ja schon wieder eine ganze andere Geschichte ...

Zeitplan für den 33. Silvesterlauf – 13.10 Uhr: Lauf für Kinder bis 13 Jahre über 1,2 km; 13.45 Uhr:Siegerehrung Kinderlauf; 14 Uhr: Gemeinsamer Start für Silvesterlauf über 11,2 km und 5 km. Ab 15.15 Uhr: Siegerehrungen.

www.sg-oberlichtenau.de