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Am Staupitzberg entstand Bürgerheim

30 Personen sollte das neue Haus aufnehmen, über das die Stadtverordneten vor 100 Jahren entschieden haben.

Nachgeblättert in Chroniken und alten Zeitungen: In der Rubrik „Heimatgeschichte“ werfen wir einen Blick zurück auf Menschen und Ereignisse, die die Region vor zehn, 50 und 100 Jahren bewegten.

Vor 100 Jahren

Das neue Bürgerheim auf dem Staupitzberg wird zunächst für 30 Personen eingerichtet. Durch Nebengebäude, die mit dem Hauptgebäude zu einer Gruppe vereinigt werden, kann es später für 60 Personen aufnahmefähig gemacht werden. Das Hauptgebäude erhält ein Türmchen, in dem die alte Rathausuhr angebracht wird. Ferner wird nach dem Modell des Heimatschutzes der Aufschluss der Grundstücke des ehemaligen Dietrich'schen Gutes als Baugelände genehmigt. Es wird zunächst ein Teil der als Umgehungsstraße des Hirtenberges gedachten Straße vom Böhme´schen Hauses an der Hainichener Straße bis zur Scheune des früheren Gutes hergestellt. Damit kann der gemeinnützige Bauverein mit dem Bau von Kleinwohnungshäusern beginnen.

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Vor 50 Jahren

Die FDJ-Grundeinheit der Gemeinde Dreißig ist auf dem richtigen Weg. Sie verpflichtet sich, einen Hektar Rüben von der LPG „Bundschuh“ Lüttewitz in persönliche Pflege zu nehmen.

Die Siedlergruppe der August-Bebel-Siedlung in Waldheim, Massaneier Straße, mit 45 Mitgliedern liefert 1963 an den Staat für 6145 DM Erzeugnisse. Unter anderem 260 Kilogramm Gemüse, 1005 Kilogramm Obst, 23 Kilogramm Erdbeeren, 14 024 Stück Eier und 313 Stück Kaninchenfelle. Für 1964 verpflichtet sich die Gruppe, 18 000 Eier aufzubringen.

Vor 10 Jahren

Der erste Schritt bei der Sanierung des Hauptgebäudes des Hochweitzschener Klinikums ist abgeschlossen: Die ersten Patienten ziehen in den sanierten und umgebauten Südwest-Flügel ein. Es wird nun Ein- und Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad geben. Auf einer Station befinden sich jetzt 18 Betten, die links und rechts des Schwesternzimmers angeordnet sind.

Farbtupfer sollen die Döbelner Brücken sein. Nach dem Willen der Stadt erhält jede einen andersfarbigen Anstrich. Für den Staupitzsteg wird die Farbe blau gewählt. Die beiden Döbelner Pfarrer Uta Gerhardt und Norbert Kaulich segnen gemeinsam den neuen Staupitzsteg, dessen Blickfang eine überlebensgroße Sportlerfigur ist.

Eine Ära geht zu Ende. Die letzte gusseiserne Gasleitung Döbelns wird außer Betrieb genommen. Seit knapp 100 Jahren haben die massiven Rohre die Nikolaikirche mit Gas versorgt. Ein Abzweig beweist, dass auf dem Lutherplatz mal eine Gaslaterne gestanden hat. Heute kommen Polyethylenrohre in die Straßen. Quelle: Stadtarchiv/DA