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Amok-Drohung an Pestalozzi-Oberschule

Eine mögliche Anschlagsdrohung hielt gestern Vormittag Schüler, Lehrer und Polizei in Atem. Die Aufregung hatte auch was Gutes.

Von Anja Beutler

Löbau. Ein paar mit Bleistift an eine Wand gekritzelten Worte hatten gestern große Auswirkungen: „Heute 11.30 Uhr Amok“ – das hatte eine Schülerin zufällig an der Wand einer Mädchentoilette gelesen und der Schulleitung gemeldet. Und die musste reagieren. „Wir haben daraufhin die Polizei verständigt“, bestätigt Schulleiter Hans-Jürgen Gerk. Gegen 11.10 Uhr ist das laut Polizeiangaben gewesen. Was danach ablief, klappte wie im Lehrbuch: Die Schüler blieben in der fünften und auch einen Teil der sechsten Stunde verbarrikadiert in den Klassenräumen. Die Polizei suchte alle leeren Räume in der Schule nach Hinweisen ab. Sie fand aber nichts. Gegen 12.40 Uhr kam die Entwarnung, bestätigt Gerk.

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Der Schulleiter ist froh, das alles so reibungslos geklappt und es am Ende keinen Grund zur Sorge gegeben hat. „Es war so wenigstens eine gute Übung für uns“, sagt er. Heute zu Beginn des Unterrichtes soll der ganze Vorfall nochmals ausgewertet und den Schülern für ihr umsichtiges Verhalten gedankt werden, betont Gerk.

Panik habe es den Vormittag über nicht gegeben. Auch nicht vor dem Hintergrund, dass es vor knapp einem Jahr – Ende März 2014 – am nicht weit entfernten Scholl-Gymnasium einen ähnlichen Vorfall gegeben hat. Damals hatte ein Schriftzug an einer Toilettentür eine Bombenexplosion angekündigt. Die Schüler waren evakuiert worden und hatten auch in der Pesta-Turnhalle Unterschlupf gefunden.

Dererlei Maßnahmen waren gestern keineswegs nötig. Es haben jedoch einige besorgte Eltern angerufen, die über den Kurznachrichtendienst Whats App von ihren Kindern über den Vorfall an der Schule erfahren hatten. „Auch das war alles im normalen Bereich“, erklärt der Schulleiter.

Was nun aber erneut ein Thema sein wird, ist die Sicherheit an den Löbauer Schulen. Seit einigen Jahren schon wünscht sich die Pestalozzi-Oberschule eine besser Alarmierungsmöglichkeit für solche Amok-Fälle. Bislang gibt es das noch nicht. „Wir hätten gern eine Art Warnlampe auf den Fluren und in den Klassenzimmern, die im Notfall rot aufleuchtet“, sagt Hans-Jürgen Gerk. Denn über die Lautsprecher für die Schulklingel ließen sich keinerlei Durchsagen machen, erklärt er.

Ebenfalls klären muss die Stadt, wohin im Notfall die rund 560 Pesta-Schüler evakuiert werden könnten. Denn die Gymnasiums-Turnhalle steht wegen der Bauarbeiten bald nicht mehr zur Verfügung.

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