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Ampel-Erinnerungen werden wach

über den Brückenbau in Horka

Katja Schlenker

Ach du sch..., raunt eine Stimme leise durch das Horkaer Seniorenzentrum. Und spricht damit vielen vermutlich aus der Seele. Gerade haben die Mitarbeiter der Deutschen Bahn verkündet, dass die Staatsstraße 121 für drei Monate komplett gesperrt wird. Die Autos rollen währenddessen durch Uhsmannsdorf. Da werden direkt Bilder aus den vergangenen beiden Jahren wach. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich jedes Mal mitgefiebert habe, ob die Ampel an der Neugrabenbrücke grün ist oder ich wieder für zehn Minuten die Landschaft rund um Horka genießen kann.

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Dieses aufrichtige „Ach du Sch...“ macht aber auch ganz deutlich: Wer bisher gedacht hat, mal sehen, ob das noch was wird mit der Niederschlesischen Magistrale, muss nun erkennen, dass die Bahn ernst macht. Dabei läuft das Verfahren für den Abschnitt vom Güterbahnhof über Niesky bis nach Uhyst noch. Dort hoffen die Menschen weiter darauf, dass ihre Einwände gegen das Projekt erhört werden. Damit sie am Ende nicht mit Zuglärm und Erschütterungen leben müssen. Für sie muss der Baubeginn in Horka wie ein Schlag ins Gesicht sein. Noch dazu nennt die Deutsche Bahn konkrete Fakten, wann die ersten Züge über die Strecke rollen sollen. Ganz nach ihrem Motto: Die Bahn macht mobil.