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Pirna

Ampel statt Unfälle

Die Autobahnauffahrt Heidenau wird gebaut und ist gesperrt. Nach der Freigabe soll nicht nur die Straße besser sein.

Einer der 2018er Unfälle an der A17-Auffahrt Heidenau.
Einer der 2018er Unfälle an der A17-Auffahrt Heidenau. © Archivfoto: Halkasch

Die Heidenauer Autobahn-Aus- und Einfahrt in Richtung Dresden ist gesperrt. Noch bis Freitag nächster Woche wird der Straßenbelag erneuert. Das ist die Meldung, die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr offiziell verbreitete.

Was die Behörde erst auf Nachfrage verrät, ist die fast noch wichtigere Nachricht. Wenn die Baustelle am 17. Mai zu Ende geht, steht an der Anschlussstelle eine Ampel. Nicht aus Spaß. Sie hat eine ernste Ursache und eine lange Vorgeschichte.

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Die Kreuzung S 175/An der Malte zur Autobahnanschlussstelle Heidenau ist nämlich in den vergangenen Jahren zum Unfallschwerpunkt geworden. In drei Jahren waren hier 35 Unfälle registriert worden. An dieser Stelle ist die Verkehrsführung schwierig. Zwei Spuren führen aus Richtung Heidenau den Berg hinauf, die rechte wird zur Autobahn-Auffahrt. Viele Autofahrer, die eigentlich weiter geradeaus Richtung Borthen wollen, wechseln erst kurz vor der Kreuzung auf die linke Spur. Die Folge sind Zusammenstöße mit Autos, die aus Richtung Borthen nach links auf die Autobahn auffahren wollen.

Es gab im Laufe der Zeit etliche Vorschläge zur Entschärfung der Kreuzung. Auch eine Ampel war recht schnell im Gespräch. Doch die Realisierung ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Auch eine Ampel braucht einen Antrag und eine Genehmigung. Eine provisorische Ampel zur Überbrückung scheiterte am Stromanschluss. Als Zwischenlösung wurden unter anderem Rüttelstreifen und Schwellen vorgeschlagen. Doch davon hielt das Landesamt nichts. Beides hätte sich bei Tests nicht ausreichend bewährt. Nun also hat es die längste Zeit gedauert, in einer Woche steht die Ampel. Ob sie künftig tatsächlich die oft schweren Unfälle verhindert, wird erst nach einiger Zeit klar sein.

Weitere Unfallschwerpunkte warten auf eine Lösung. Die nächsten an der Autobahn sind gar nicht weit: die Anschlussstellen Prohlis und Pirna. Ein Unfallschwerpunkt kann sich relativ schnell herausstellen. Dann nämlich wenn an derselben Stelle in einem Jahr fünf Unfälle des gleichen Typs passieren, also zum Beispiel Abbiege- und Rasereiunfälle. Werden bei mindestens fünf Unfällen in drei Jahren an einer Stelle Personen verletzt, ist das ebenfalls ein Schwerpunkt. Die Entschärfung dieser gefährlichen Bereiche dauert oft Jahre.

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