SZ +
Merken

An der B 6 entsteht eine neue Brücke über die Eisenbahn

Vor dem Baustart in diesem Jahr werden gegenüber dem Stauseebad Cossebaude Bäume gefällt und das Areal vorbereitet.

Teilen
Folgen

Von Dieter hanke

An der B 6 in Cossebaude/Niederwartha geht nach dem Anschluss der neuen Elbbrücke der Ausbau weiter. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der neuen Stahlbetonbrücke über die Eisenbahnlinie Dresden--Berlin am Stauseebad Cossebaude begonnen werden. Das sagte Klaus-Peter Lechler, Leiter der Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, auf SZ-Nachfrage. Dem Brückenbau schließt sich die grundhafte Erneuerung der Bundesstraße 6 in Richtung Meißen bis zum bereits fertiggestellten Anschluss der S 84 an die Elbbrücke in Niederwartha an. Dabei wird auch die Straßenbrücke über die Rohrleitungen des Pumpspeicherwerkes Niederwartha neu errichtet. Auf insgesamt 7,5 Millionen Euro, so der Niederlassungsleiter weiter, werden die Kosten dieses Vorhabens geschätzt.

Zunächst sollen Anfang nächsten Monats Bäume im Bereich der Kleingartenanlage und an der Böschung gegenüber vom Bad bis zur alten Eisenbahnbrücke gerodet und Baufreiheit geschaffen werden. Es betrifft Birken, Ahorn, Eschen und weitere Bäume. Diese umfangreichen Baumfällarbeiten dauern bis Ende Februar. Damit soll auch die Verkehrssicherheit auf diesem Streckenabschnitt der B 6 verbessert werden, wie Lechler sagte. Der Verkehr wird durch Lichtsignalanlagen geregelt beziehungsweise erfolgen halbseitige Sperrungen mittels Baken.

Während des Baus der neuen Stahlbetonbrücke, die neben die alte gesetzt wird, bleibt diese noch für den Verkehr bestehen und wird erst zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen.

Die Arbeiten in diesem beengten Bereich sind kompliziert, denn es befinden sich eine Vielzahl von Rohrleitungen und weiteren Versorgungstrassen unter der Straße. Diese müssen umverlegt werden. Auch soll ein Regenrückhaltebecken entstehen, und es müssen ebenfalls einige Stützmauern errichtet werden.

Die alte Eisenbahnbrücke der B 6 am Stauseebad ist völlig verschlissen. Die Fahrbahn wurde seit geraumer Zeit durch Betonleitwände eingeengt, da die Tragfähigkeit des Bauwerks eingeschränkt ist. Auch wurde die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge auf 30km/h beschränkt.

Einen genauen Fertigstellungstermin für das Gesamtvorhaben nannte die Meißner Niederlassung des Landesamtes zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. Lechler rechnet aber mit mehreren Jahren. Wie die Niederlassung noch informierte, sei die Planung für den Ausbau dieses Streckenabschnitts der B 6 westlich Cossebaude nahezu fertig.