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An der Kita Ottenhain fliegt das Vogelnest

Das Kinderschloss Tausendfuß hat eine neue Schaukel. Zum Mit-Anstehen werden noch Kinder gesucht.

Von Carina Brestrich

Ein überdimensionales, buntes Vogelnest? Und dann auch noch eins, das fliegen kann? Ja, das gibt es. Und zwar im Garten des Kinderschlosses Tausendfuß in Ottenhain. Denn dort steht ab sofort eine Vogelnestschaukel. So heißt das schwingende Teil, auf dem bis zu vier Kinder gleichzeitig schaukeln können, und das die 41 Mädchen und Jungen der Kita jetzt endlich in Beschlag nehmen durften – dank eines tierischen Spenders.

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Der hat sogar nicht nur mit Tieren, sondern gewissermaßen auch mit gemütlichen Nestern zu tun: Der Ottenhainer Hundebettenhersteller Ridgi Pad spendete 1 000 Euro für die neue Schaukel. Der Betreiber der Kita, der Verein Kinder- und Jugendarbeit Ottenhain, legte noch mal dieselbe Summe drauf: „Das sind Spendengelder, die wir vor allem mit Aktionen wie dem Oma-Opa-Tag bekommen“, erklärt Anett Beyer, Leiterin im Kinderschloss.

So konnte die langersehnte Schaukel schließlich im Februar bestellt werden. Fünf Papas kümmerten sich vorige Woche noch darum, dass die neue Schaukel fest an ihrem Platz auf der Wiese neben Klettergerüste steht. „Für uns ist das wirklich ein Highlight in diesem Jahr. Denn wir mussten seit einigen Jahren ohne Schaukel leben, weil die alte nicht mehr den Tüv bestanden hat“, erzählt Anett Beyer. Fünf Jahre vergingen am Ende ohne.

Bewegung gab es für die Kinder in der Zeit trotzdem genug. Immerhin gehört zur Kita, die in einem alten Hofgut untergebracht ist, ein großer Garten. „Der ist, wenn man so will, unser Markenzeichen. Wir liegen fernab vom Straßenlärm, mitten im Grünen – das mögen die Kinder und die Eltern“, sagt Daniela Brendler. Sie ist eine der vier Erzieherinnen bei den Tausendfüßern und Vorsitzende des Vereins. Dieser hatte sich 1993 gegründet und betreibt im Ort auch den Jugendclub in der alten Schule. „Nachdem die Stammleute da langsam aus dem Jugendclub-Alter raus sind, erwartet uns gerade erfreulicherweise die nächste Generation“, sagt Frau Brendler.

Ein Wechsel steht – wie jedes Jahr in den Kitas in den Sommermonaten – auch im Kinderschloss selbst an. Allerdings einer, der für die Kita diesmal etwas drastischer ausfällt: „Zum neuen Schuljahr verlässt uns eine komplette Gruppe mit 13 Kindern. Das sind sehr viel mehr, als wir es gewohnt sind“, erklärt die Kita-Leiterin. Doch weil bisher nur wenige Neuanmeldungen vorliegen, sucht der Verein noch nach Eltern, die ihr Kind demnächst in die Kita Ottenhain geben wollen. Unter denen, die das bereits tun, seien verstärkt Familien aus dem Löbauer Stadtgebiet. „Viele arbeiten auswärts und bringen ihr Kind auf dem Weg zur Arbeit zu uns. Außerdem sind die Busverbindungen zu uns sehr gut“, erzählt Anett Beyer.

Eine Gefahr für die Zukunft des Kinderschlosses ist der Weggang der 13 Kinder aber auf jeden Fall nicht: „Wir werden mit Sicherheit weiter bestehen bleiben“, sagt die Leiterin der Einrichtung. Immerhin musste die Kita, die insgesamt 43 Kinder aufnehmen kann, schon einmal mit weitaus weniger Kinder auskommen. Für die Mädchen und Jungen, die im Kinderschloss bleiben, hätte das zumindest einen Vorteil: An der neuen Nestschaukel müssen sie nicht so lange anstehen.

Die Kita ist erreichbar unter: 03585 4137637

www.kita-loebau.de