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An der Mandau fließt viel Geld

Großschönau baut 2014 Schulden ab und investiert in Stützmauern sowie Gebäude. Und die Gemeinde nimmt erneut Anlauf, um einen Schandfleck loszuwerden.

Von Holger Gutte

Erst Ende März haben Großschönaus Gemeinderäte den Haushalt für 2014 beschlossen. Eine Woche später ist er bereits von der Rechtsaufsicht des Landkreises bestätigt. Zwar weist er einen Fehlbetrag von reichlich 186 000 Euro auf, den gleicht die Gemeinde aber mit ihrer Rücklage aus. Peu á peu werden die Schulden abgebaut. Zum Jahresende betragen sie voraussichtlich reichlich 5,42 Millionen Euro. Das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 940 Euro. Seit Amtsantritt von Bürgermeister Frank Peuker (SPD) 2001 ist die Summe mehr als halbiert worden. Und das, obwohl Großschönau nach der Flut 2010 zahlreiche Kredite zum Beseitigen der Flutschäden aufnehmen muss. Auch 2014 wird viel gebaut. Hauptaugenmerk liegt im Hochwasserschutz, dem Beseitigen von Flutschäden sowie dem Sanieren der Schulen. Der Bau einer weiteren Stützmauer an der David-Goldberg-Straße ist die größte Investition.

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© SZ Thomas Eichler
Elfriede Gudaschewsky (großes Foto) wohnt in Großschönau in der David-Goldberg-Straße 1a. Dort ist die Stützmauer in Ordnung. Jetzt freut sie sich, dass das Sanieren der Stützmauer auf ihrer Straße auch 2014 weitergeht. (kleine Fotos von links:) Die Indus
Elfriede Gudaschewsky (großes Foto) wohnt in Großschönau in der David-Goldberg-Straße 1a. Dort ist die Stützmauer in Ordnung. Jetzt freut sie sich, dass das Sanieren der Stützmauer auf ihrer Straße auch 2014 weitergeht. (kleine Fotos von links:) Die Indus © SZ Thomas Eichler
© SZ Thomas Eichler

Zahlreiche Bachmauern an Mandau und Lausur werden neu aufgebaut

An der David-Goldberg-Straße fließt auch 2014 nicht nur die Mandau, sondern auch reichlich Geld. Für 887 000 Euro wird hier nun im Bereich der Hausnummern 29 bis 31 die Stützmauer wieder neu errichtet. 218 000 Euro werden zudem nur wenige Meter entfernt an der Nummer 32 in eine neue Bachmauer investiert. Neu aufgebaut sollen zudem in Großschönau Stützmauern am Lindenweg (231 000 Euro), An der Lausur 1 bis 3 (166 000 Euro), im Bereich der Breite Aue 25 (455 000 Euro) und an der Dr. Külz-Straße beim Steinmühlsteg (876 000 Euro) werden. In Waltersdorf werden außerdem im Bereich der Schulstraße/Dorfstraße für 41 000 Euro sowie an der Dorfstraße 24 bis 33 für 65 000 Euro Abschnitte der Bachmauer erneuert.

Im Haushalt ist ebenso der Bau einer neuen Brücke an der Neuschönauer Straße in Großschönau vorgesehen. Die Kosten hierfür betragen 130 000 Euro.

Ein weiterer Schandfleck verschwindet in diesem Jahr

Ursprünglich schon mal für 2013 geplant, soll die Industriebrache in der Gerichtsstraße 1 a in Großschönau nun in diesem Jahr abgerissen werden. Die ehemalige Lehmanns-Fabrik steht schon zig Jahre leer. Die Abrisskosten betragen 178 000 Euro. Auf der freiwerdenden Fläche werden Parkplätze eingerichtet, um die Halte- und Parkmöglichkeiten an der Schule zu verbessern. Für das Projekt will die Gemeinde eine 90-prozentige Fördermöglichkeit des Freistaates nutzen. 160 000 Euro sind zudem für den Abriss eines Gebäudeteiles an der Hauptstraße 71 vorgesehen.

Die Sanierung der Schulen

und der Jahnturnhalle geht weiter

In den letzten Bauabschnitt der schön sanierten Grundschule werden nun noch einmal 303 000 Euro gesteckt. Mit dem Geld werden im westlichen und teilweise auch noch im östlichen Gebäudeteil der Schule Flure, Klassenzimmer und das Treppenhaus saniert. Hauptaugenmerk liegt in diesem Bauabschnitt zudem auf einer besseren Wärmedämmung bei der obersten Geschossdecke. Gleichzeitig wird nun auch die veraltete Elektro- und Heizungsanlage inklusive der Beleuchtung und Wärmeerzeugung erneuert. Zudem sind weitere Brandschutz- und Sanierungsarbeiten vorgesehen. Weil für die Arbeiten noch etwas Planungsvorlauf notwendig ist, könnte es sein, dass sie auf 2015 verschoben werden. Bisher sind in die Sanierung der Pestalozzi-Grundschule seit dem Jahr 2006 reichlich 1 028 000 Euro geflossen.

Nach dem bereits sanierten Hauptgebäude der Großschönauer Oberschule möchte die Gemeinde nun auch die Arbeiten im ebenso denkmalgeschützten Haus II fortsetzen. Etwa 410 000 Euro sollen hierfür jetzt erst einmal in den Erhalt des Gebäudes investiert werden. Dabei wird unter anderem die Fassade saniert. Außerdem werden mit dem Geld das Dach neu gedeckt und die oberste Geschossdecke neu gedämmt. Diese Arbeiten sind die Voraussetzung dafür, dass in einem zweiten Schritt dann die notwendige Innensanierung erfolgen kann.

Knapp 37 000 Euro sind bereits im ersten Quartal dieses Jahres in die Jahnturnhalle geflossen. Die Arbeiten sind mittlerweile schon weit vorangeschritten. Das Geld ist unter anderem für einen zwei Meter hohen Prallschutz an den Wänden, für Schwenktore und für Sportgeräte bestimmt. Die Grundschüler erhalten hier neue Sprossenwände und Kletterstangen. In einem zweiten Projekt sind im Haushalt weitere knapp 100 000 Euro für die Sanierung der Jahnturnhalle vorgesehen.

Die Notsicherung des Hainewalder Schlosses geht weiter

Der Mittelteil des Hainewalder Schlosses wird in diesem Jahr für den Besucherverkehr gesperrt. Hier kann nun die Notsicherung des historischen Gebäudes fortgeführt werden. Insgesamt 400 000 Euro stehen dafür zur Verfügung.