merken
PLUS

Andere Stadtteile profitieren von Altstädter Kitaplatz-Überangebot

Auch kommendes Schuljahr gibt es mehr Plätze als benötigt. Vor allem Neustädter und Plauener zogen daraus bisher Vorteile.

Von Linda Barthel

Während die Krippen- und Kitaplätze in einigen Dresdner Stadtteilen knapp sind, befinden sich die Altstädter in einer komfortablen Situation. Im Zentrum sind auch im kommenden Schuljahr mehr Plätze frei, als benötigt werden. Dieses Überangebot betonte Sabine Bibas, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen, als sie die Zahlen in einer Altstädter Ortsbeiratssitzung präsentierte. In dieser stellte sie den Mitgliedern den Fachplan Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege für den Zeitraum 2014/15 vor. Die Mitglieder voteten im Anschluss einstimmig für den Plan.

Anzeige
Qualität, Eleganz, Design
Qualität, Eleganz, Design

Der Massivholzspezialist Möbel Wikinger präsentiert ab sofort seine neue Kollektion. Nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis ist einzigartig.

Der Bedarf bei den unter Dreijährigen liegt kommendes Schuljahr bei 850 Plätzen. Das Angebot umfasst 916 Plätze. Bei den Drei- bis unter Siebenjährigen sieht es ähnlich aus. Hier liegt der Bedarf bei 1 504 Plätzen, das Angebot bei 2 194.

Die überschüssigen Plätze werden an Kinder aus benachbarten Stadtteilen, in denen es weniger komfortabel aussieht, vergeben. In den vergangenen Jahren profitierten vor allem die Neustadt und Plauen von dem Altstädter Überangebot.

Doch auch im Stadtzentrum wird mit Problemen gekämpft. So ist die Friedrichstadt derzeit unterversorgt. Dort geeignete Grundstücke für neue Krippen- oder Kitabauten zu finden, ist allerdings schwierig. Denn häufig ist das Umfeld der infrage kommenden Areale zu laut. „Die Friedrichstadt ist problematisch. Hier kann ich noch nichts Konkretes präsentieren“, sagte Bibas. Es werde aber geprüft, ob beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Ostravorwerks an der Friedrichstraße eine Kita gebaut werden könnte.

In ganz Dresden wurden im vergangenen Jahr 567 neue Krippenplätze und 1 035 Kindergartenplätze geschaffen, um der stadtweiten Nachfrage gerecht zu werden. Im Vergleich zum September 2012 sind insgesamt 28 neue Standorte entstanden, so Bibas.