SZ + Dippoldiswalde
Merken

Anklage wegen Todesfahrt

Ein Unfall hat im Oktober den Dippoldiswalder Ortsteil Reichstädt erschüttert. Die Ermittlungen sind nun abgeschlossen.

Von Franz Herz
 2 Min.
Teilen
Folgen
In der Todesnacht haben die Ermittlungen zum Hergang des schweren Unfall begonnen. Sie sind nun abgeschlossen. Jetzt hat das Gericht zu entscheiden.
In der Todesnacht haben die Ermittlungen zum Hergang des schweren Unfall begonnen. Sie sind nun abgeschlossen. Jetzt hat das Gericht zu entscheiden. © Marko Förster

Jetzt wird der tragische Unfall vom Oktober 2019 in Reichstädt vor dem Schöffengericht in Dippoldiswalde verhandelt, bei dem eine Frau ums Leben kam und ihr Ehemann schwer verletzt wurde. Die Polizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und an den Staatsanwalt übergeben. Dieser wiederum hat wegen der nächtlichen Todesfahrt Anklage vor dem Schöffengericht in Dippoldiswalde erhoben. Hier bereitet nun die zuständige Richterin das Verfahren vor. 

Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest, wie Amtsgerichtsdirektor Rainer Aradei-Odenkirchen informierte. Erst bekommt der Angeschuldigte die Möglichkeit, zu der Anklage Stellung zu nehmen. Und es ist auch möglich, dass die Richterin vor Beginn des öffentlichen Prozesses noch Gutachten einholt. Bis diese erstellt sind, kann es mehrere Monate dauern.

Dramatisches Nachspiel

Der Unfall, um den es geht, ist in der Nacht vom Sonnabend, dem 12., zum Sonntag, dem 13. Oktober, im Dippser Ortsteil Reichstädt passiert. Ein Ehepaar ist von einem Besuch an der Talstraße entlang nach Hause gegangen. An dem Straßenabschnitt gibt es keinen Gehweg, nur einen schmalen Seitenstreifen. Da kam ein VW-Passat aus Richtung Dippoldiswalde und erfasste die beiden Fußgänger. Der Fahrer des Unfallautos fuhr erst weiter, kehrte dann aber zurück zur Unfallstelle. Die Polizei ließ ihn für eine Atemalkoholkontrolle blasen. Dies ergab einen Wert von 1,92 Promille.

An die nächtlichen Untersuchungen vor Ort schloss sich ein weiterer dramatischer Polizeieinsatz am Sonntagmittag an. Die Polizei hat nach Ende der Unfallaufnahme den 54-jährigen Unfallfahrer nach Hause gehen lassen. Später kam die Information, der Fahrer sei mit einer Waffe in eine Gartenlaube gegangen. Es bestand der Verdacht, dass er sich selbst etwas antun wolle. Weil jetzt eine Waffe im Spiel war, forderte die Polizei ein Spezialeinsatzkommando an. Bevor dieses aber zum Einsatz kam, gab der Mann seine Waffe ab. Polizei und Rettungsdienst brachten ihn in eine Klinik.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde lesen Sie hier.