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Anrufe bis 2018 sind zwecklos

Dortmund schafft sich mit der Verlängerung des Klopp-Vertrags eine hohe Planungssicherheit.

Dortmund. Es ist die perfekte Konstellation für Jürgen Klopp und Borussia Dortmund. Der gemeinsame Wohlfühlfaktor ist so stark, dass daraus noch Größeres werden soll. „Wir möchten zum zweiten Leuchtturm im deutschen Fußball werden. Zu einem schwarzgelben Leuchtturm“, sagte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke nach der Vertragsverlängerung mit dem Erfolgstrainer bis 2018.

Und der Champions-League-Finalist schafft weitere personelle Nachhaltigkeit. Dass Sportdirektor Michael Zorc seinen bis 2016 laufenden Kontrakt verlängert, wäre ebenso logisch wie die Fortsetzung mit dem Geschäftsführer. „Dieser Verein hat die Kraft, Dinge zu einem positiven Ende zu bringen“, erklärte Watzke. Das hat der BVB mit den Meistertiteln 2011 und 2012 und dem Erreichen des Königsklassen-Endspiels 2013 bewiesen. Für Watzke gehört Schwarz-Gelb „immer schon zu den wenigen Vereinen in Deutschland, die das Titel-Gen in sich trugen“.

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Der Zeitpunkt des neuen Vertrages, zweieinhalb Jahre vor dem Ablauf des im Januar 2012 verlängerten Arbeitspapiers, ist ungewöhnlich. Denn immer öfter gab es Meldungen um interessierte Klubs. „Es ist ja eine Ehre, dass der eine oder andere internationale Top-Klub findet, dass wir gute Arbeit machen“, erklärte Klopp und kündigte an: „In den nächsten fünf Jahren muss niemand mehr anrufen. Ich gehöre ehrlich gesagt nicht zu der Sorte Mensch, die ständig überlegt, ob der Rasen woanders noch ein bisschen grüner ist.“

Die Borussen bestätigen mit den Personalentscheidungen jene Kontinuität, die sie nach ihrer Fast-Insolvenz 2005 ausgerufen hatten – und das gilt auch für den Trainer. Klopp schätzt, dass er in Dortmund die ideale Plattform erhielt, um seine Philosophie vom zukunftsweisenden Fußball auszuleben.

Als nächsten Schritt soll nun Nuri Sahin für sieben Millionen Euro mit Wirkung zum 1. Juli 2014 endgültig wieder zu den Westfalen wechseln. Die Leihgabe von Real Madrid hat an der tollen Zwischenbilanz großen Anteil. Seit seiner Rückkehr zum BVB im Januar absolvierte der 25-Jährige 25 Erstligaeinsätze und gilt längst als „verlängerter Arm“ Klopps auf dem Spielfeld. Die endgültige Entscheidung über Sahins Zukunft fällt aber erst im Frühjahr. „Aber wir haben die Hand am Lenkrad“, versicherte Sportdirektor Zorc. (dpa/sid)