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Anschluss bis 2005

Seit einiger Zeit wird in Sebnitz an der Kläranlage gebaut. Immer wieder rollen große Baufahrzeuge auf das Gelände an der Hohnsteiner Straße. Immer wieder sind auch Männer an den großen Behältern zu sehen.

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Von Heike Sabel

Seit einiger Zeit wird in Sebnitz an der Kläranlage gebaut. Immer wieder rollen große Baufahrzeuge auf das Gelände an der Hohnsteiner Straße. Immer wieder sind auch Männer an den großen Behältern zu sehen. Viele schlussfolgern seither prompt: Alles wegen dem Tag der Sachsen. „Nein“, erwidert Katrin Drexler, die Geschäftsführerin der Wasserbehandlung Sächsische Schweiz GmbH.

Dennoch ist die terminliche Nähe nicht nur purer Zufall. Die Erweiterung der Anlage war sowieso vorgesehen, warum also sollte man sich nicht den Tag der Sachsen als Ziel stellen. „Das wäre doch sonst taktisch unklug gewesen“, sagt Katrin Drexler.

Zwar wird die Anlage bis Anfang September noch nicht komplett sein, jedoch ist dann eine wesentliche Etappe erreicht, erklärt der Technische Leiter Uwe Münzberger. Das heißt, es kann durch moderne Steuerungsmöglichkeiten besser auf unterschiedliche Mengen reagiert werden. Genau darauf kommt es zur Sachsenfete an. Erstmals wird an der Sebnitzer Anlage zudem ein Notstromaggregat installiert. Das sorgt für Sicherheit in kritischen Situationen. Denn Abwasser muss auch geklärt werden, wenn der Strom ausfällt.

Gleichzeitig werden einige technische Neuerungen umgesetzt. Damit können unter anderem Forderungen des Abwasserrechts und EU-Normen besser erfüllt werden. Erweitert wird außerdem auch das Rechengebäude mit einer Sandwaschanlage.

Wenn die Vergrößerung mit allen Restarbeiten Ende nächsten Jahres abgeschlossen ist, können in Sebnitz die Abwässer von 18 000 Einwohnern geklärt werden. Ausgelegt ist die 1994 in Betrieb gegangene Anlage für bis zu 25 000 in der zweiten Ausbaustufe. Derzeit beträgt die Kapazität 12 500 Einwohner. „Sie entspricht damit dem Stand, den wir brauchen“, schätzt Drexler ein.

Bis 2008 wird es jedoch noch dauern, bis alle vorgesehenen Grundstücke angeschlossen sind. Dabei sind die Dörfer im Verbandsgebiet im Wesentlichen bereits am Netz, das restliche Sebnitzer Stadtgebiet soll bis 2005 folgen. „Der Fortgang ist von zwei Faktoren abhängig – der Bereitstellung von Fördermitteln und der Koordinierung mit anderen Straßenbaumaßnahmen“, erklärt Katrin Drexler. Zu wenig Fördermittel haben irgendwann Auswirkungen auf die Gebühren, die der Bürger zahlen muss. Das wolle man verhindern, verspricht Katrin Drexler.

Die jetzige Ausbaustufe kostet rund 1,1 Millionen Euro. Sie werden zu zwei Dritteln aus Fördermitteln des Freistaates finanziert. Auch das habe nichts mit dem Tag der Sachsen zu tun, betont Katrin Drexler. Schließlich sei das Gesamtvorhaben auch nicht bis zu diesem Termin beendet.