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Pirna

Ansturm auf die Campingplätze

Seit 15. Mai darf wieder gezeltet und campiert werden - auch in der Sächsischen Schweiz. Das nutzen Urlauber, in deren Heimat es noch verboten ist.

Camper aus Niederbayern in Königstein: "Bei uns in Bayern lässt uns Herr Söder ja noch nicht campen."
Camper aus Niederbayern in Königstein: "Bei uns in Bayern lässt uns Herr Söder ja noch nicht campen." © Norbert Millauer

Der Campingtisch steht, die Liegestühle auch. Christine und ihr Mann haben es sich gemütlich gemacht. Das Ehepaar aus Niederbayern genießt den Blick auf die Elbe und den Lilienstein. Diese Aussicht gibt es für alle, die auf dem Campingplatz am Treidlerweg in Königstein Urlaub machen. 

Seit dem 15. Mai dürfen die Campingplätze in Sachsen wieder bevölkert werden. Zuvor war das wegen der Corona-Pandemie verboten. Als die neue Lockerung bekannt wurde, stand bei Campingplatzchefin Diana Blanco das Telefon nicht mehr still. "Wir wurden regelrecht überrannt", sagt die Inhaberin der Frank Nuhn Freizeit und Erlebnislandschaften, zu denen das Elbefreizeitland und auch der Campingplatz am Treidlerweg in Königstein gehören. Über Himmelfahrt und Pfingsten ist der Campingplatz bereits komplett ausgebucht. Dazwischen gibt es noch einige freie Plätze. 

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

Für die Unternehmerin kam der Ansturm überraschend. Umso mehr hilft er nun, die finanzielle Lage, die die Corona-Krise verschlechtert hat, zu stabilisieren. Nicht nur der Campingplatz musste über Wochen eine Zwangspause einlegen. Auch das benachbarte Elbefreizeitland musste die Türen dicht machen. "Noch einen Monat länger und wir hätten wahrscheinlich Personal entlassen müssen", sagt Diana Blanco. Die Mitarbeiter hat sie bereits in Kurzarbeit schicken müssen. Der Neustart kommt nun zur richtigen Zeit. Der Campingplatz ist seit dem 15. Mai auf, das Elbefreizeitland seit dem 18. Mai. 

Alles voll über Himmelfahrt auf dem Campingplatz am Treidlerweg in Königstein.
Alles voll über Himmelfahrt auf dem Campingplatz am Treidlerweg in Königstein. © Daniel Schäfer

Überall müssen sich Urlauber und Besucher an Abstands- und Hygieneregeln halten. In der Panoramagaststätte "Bomätscher", die zum Campingareal gehört, arbeiten die Mitarbeiter beispielsweise mit Schutzvisieren aus Plexiglas. Diese würden weniger einschränken, als Stoffmasken. "Man kann den Menschen trotzdem ins Gesicht sehen und versteht sie auch besser beim Sprechen", sagt Diana Blanco. Manche Kinder würden vom Mundschutz eingeschüchtert. "Vor den Visieren muss dagegen keiner Angst haben", sagt die dreifache Mutter. 

Auf Abstand müssen die Camper auch in den Sanitärbereichen gehen. Hier dürfen nicht zu viele Personen gleichzeitig hinein. "Gemeinschaftsduschen haben wir zum Glück nicht, die hätten wir sperren müssen", sagt Frank Nuhn, der mit zur Geschäftsführung gehört. Camper können sich in abgetrennten Duschkabinen frisch machen. Einige Waschbecken sind ebenfalls in separaten Kabinen untergebracht. Ein Vorteil, gegenüber manch anderen Campingplätzen. 

Urlauberin Christine und ihrem Mann machen die Corona-Einschränkungen wenig aus. Mit ihrem Reisemobil seien sie unabhängig. Beide sind froh, dass sie in Königstein noch einen freien Stellplatz bekommen haben. "Bei uns in Bayern lässt uns Herr Söder ja noch nicht campen", sagt sie. Denn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Campingplätze in Sachsens Nachbar-Freistaat erst ab dem 30. Mai öffnen. 

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