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Anwohner dürfen der Stadt vertrauen

über den geplanten Ausbau der Neißstraße

Ingo Kramer

Auf den ersten Blick scheinen die Sorgen von Jens Bliemel berechtigt: Verschiedene Ämter der Stadtverwaltung sind gerade dabei, den Ausbau der Neißstraße für 2014 zu planen – und er als Anlieger findet im Moment wenig Gehör, obwohl er schon seit 2001 auf eine behindertengerechte Lösung drängt.

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Bauen, Wohnen, Einrichten leicht gemacht
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Ein Haus einzurichten oder den Umzug in eine neue Wohnung zu organisieren, treibt so manchem Zeitgenossen die Schweißperlen auf die Stirn.

Bei näherem Hinsehen aber stellt sich die Sache dann doch etwas anders dar: Die Stadt verspricht, die Anwohner einzubeziehen. Vorher prüft sie erst einmal, was möglich und erlaubt ist und wie teuer die einzelnen Varianten wären. Dieser Weg ist durchaus sinnvoll: Erst überlegen, was überhaupt geht, dann im gemeinsamen Gespräch eine Variante finden, die allen Seiten gefällt.

Dass die Stadt das Thema Bürgerbeteiligung seit dem Führungswechsel im Rathaus ernst nimmt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Der Postplatz ist das beste Beispiel dafür. Hier wurden sehr viele Akteure einbezogen. Dass am Ende trotzdem nicht alle glücklich sind, liegt in der Natur der Sache. Aber mangelnde Kommunikation kann man der Verwaltung dort wirklich nicht vorwerfen. Insofern sollte Jens Bliemel durchaus auf die Ankündigung von Bürgermeister Michael Wieler vertrauen, dass es auch in der Neißstraße Anwohnergespräche geben wird, bevor die Entscheidung fällt.