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Anwohner sorgt sich um eine Bienenwiese

Eine Ödlandfläche im WK V wird einmal jährlich bearbeitet. In dieser Woche ist das geschehen.

Für die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda handelt es sich um eine Ödlandfläche. Bernd Sauer bezeichnet sie als Bienenwiese. Zu Beginn dieser Woche wurde sie maschinell bearbeitet. Bernd Sauer spricht von Zerstörung eines Biotops, die Wohnungsgesellschaft v
Für die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda handelt es sich um eine Ödlandfläche. Bernd Sauer bezeichnet sie als Bienenwiese. Zu Beginn dieser Woche wurde sie maschinell bearbeitet. Bernd Sauer spricht von Zerstörung eines Biotops, die Wohnungsgesellschaft v © Foto: Bernd Sauer

Hoyerswerda. „Die mähen gerade die letzte Bienenwiese im WK V“, echauffierte sich Bernd Sauer am Montagnachmittag in der Tageblatt-Redaktion. Er hatte gerade Feierabend und kam nach Hause, als er das Dilemma entdeckte. Konkret handelt es sich um die Freifläche an der Semmelweisstraße, die durch den im Jahre 2015 erfolgten Abriss des Gebäudes der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda (WH) mit den Hausnummern 2 bis 6 entstanden ist. 

Mal abgesehen davon, dass in einem inzwischen entstandenen Biotop, in dem Insekten heimisch sind, Vögel Futter und Hasen einen Unterschlupf finden, kann Bernd Sauer auch nicht nachvollziehen, dass an die Wiese überhaupt Hand angelegt wird. „Niemand mäht in seinem Garten trockenes Gras bis auf den Dreck runter“, schimpfte er, bemerkte später aber beim genaueren Hinsehen, dass nicht gemäht, sondern gewalzt wurde. Für ihn macht das aber keinen Unterschied. Er geht davon aus, dass das Winterfutter für Vögel durch die Bearbeitung der Fläche vernichtet wurde. Das ärgert ihn umso mehr, weil er seit drei Jahren um den Erhalt der Wiese bemüht ist. Er habe selbst Kräuter gepflanzt, schildert er. „Überall wird dazu aufgerufen, bienenfreundliche Pflanzen auszusäen. Aber wenn diese dann wachsen, werden sie beseitigt“, ärgert er sich. Und er macht darauf aufmerksam, dass es eine Absprache gebe, wonach die betreffende Fläche nur einmal jährlich gemäht werden soll.

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Im Hause der WH ist über eine solche Absprache zwar nichts bekannt. Es sei aber richtig, dass diese Ödlandfläche nur einmal im Jahr bearbeitet wird. „Und das war gestern“, so die Pressesprecherin Petra Scholz. Dass dabei eine Walze zum Einsatz kam, war überdies beabsichtigt. „Dann können die Gräser noch aussamen.“ Die gewalzten Pflanzen, die zum größten Teil vertrocknet waren, bleiben nun noch zwei bis drei Tage liegen. Danach werden sie abgeharkt.

In der Wohnungsgesellschaft geht man davon aus, dass die Bearbeitung der Fläche nicht geschadet hat und auf ihr im kommenden Jahr wieder Gräser und andere Pflanzen sprießen, sodass Vögel und Insekten wie beabsichtigt Nahrung finden. 

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