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Apotheker planen Notdienst wegen Protesttag

Bischofswerda. Vertreter aller fünf Bischofswerdaer Apotheken sowie die Apotheken Neukirch und Demitz-Thumitz beteiligen sich am 1. November in Leipzig an einer Protestaktion gegen die von der Bundesregierung...

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Bischofswerda. Vertreter aller fünf Bischofswerdaer Apotheken sowie die Apotheken Neukirch und Demitz-Thumitz beteiligen sich am 1. November in Leipzig an einer Protestaktion gegen die von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte zur Gesundheitsreform 2006. In den Apotheken wird an diesem Tag ein Notdienst eingerichtet, der die Grundversorgung mit Medikamenten zu den üblichen Öffnungszeiten sichert, sagte gestern auf Anfrage Gabriele Abendroth, Inhaberin der Neuen Apotheke in Bischofswerda. Sonst übliche Sonderleistungen wie etwa der Medikamenten-Bringdienst sollen dagegen entfallen.

Die Proteste richten sich gegen die mit der Gesundheitsreform geplanten Einschnitte für Apotheken. „Noch spricht niemand so richtig offen darüber. Aber wenn alles kommt wie geplant, kann das einer Apotheke bis zu 40 Prozent ihres jetzigen Gewinns kosten. Das wird Arbeitsplätze kosten“, sagte Rainer Klotsche, Inhaber der Stadtapotheke Bischofswerda. Überdies, warnen Apotheker deutschlandweit, sei die flächendeckende Arzneimittelversorgung gefährdet, indem Apotheken ganz in die Knie gezwungen sein könnten, vor allem in einkommensschwachen Regionen, in Stadtrandlagen und auf dem Land. Die geplanten Protestaktionen werden unter anderem von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) unterstützt und außer in Leipzig auch in München, Köln und Hamburg stattfinden. (SZ/ass)