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Appetit auf Chemie an der Weixdorfer Oberschule

Die Einrichtung hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Dabei hätte die Schule eigentlich gar keine Werbung mehr nötig.

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Von Bernd Goldammer

Sachsen hatte die erste Kältenacht erlebt und auch am Sonnabend war klirrender Frost angesagt. Zwölf Grad unter Null konnten jedoch weder Eltern noch Kinder daran hindern, sich zum Tag der Begegnung in die Weixdorfer Oberschule aufzumachen. Über 80 Schüler würden sich gern hier anmelden. Gelingen wird das aber nur 56 von ihnen. Denn die Schule ist nur zweizügig. Wer jubeln darf, ist dem Losglück überlassen. Nur in absoluten Härtefällen kann das Dresdner Schulamt entscheiden.

Doch dafür sind die Hürden ziemlich hoch. In Dresdner Schulen herrscht keineswegs Platzmangel. „Das Ansehen einer Schule bildet sich im pädagogischen Alltag heraus. Die Eltern der kommenden Fünftklässler wissen sehr genau, warum sie sich hier anmelden möchten“, berichtet Peter Langefeldt aus Dresden von seinen Erfahrungen als Lehrer. 28 Lehrer haben der Weixdorfer Schule ein ausgezeichnetes Image erarbeitet. Die Weixdorfer Oberschule wird als eine der besten der Stadt angesehen, ist von ihm zu hören. „ Das Schulklima ist wohl der wichtigste Faktor. Lernen macht bei uns genauso viel Spaß wie das Lehren“, ist von Lothar Klein zu erfahren. Für die CDU vertritt er Weixdorf im Dresdner Stadtrat. Als Vorsitzender des Schulfördervereines freut ihn diese Entwicklung besonders.

Dass die Schule so gut angenommen wird, hat eine Reihe von Gründen. Einerseits ist da der moderne Führungsstil der hiesigen Schulleiterin Birgitt Schmutzler. Schüler Till Schneider etwa kann aber noch viele weitere Ursachen nennen. Fächerübergreifender Unterricht sei hier täglich erlebbar. Seine Lehrer stimmen sich dabei sehr gut ab. Der Unterricht sei effektiv. „Bereits ab der 7. Klasse sind wir auf das kommende Berufsleben orientiert worden. Wir haben gelernt, in aussagekräftigen Bewerbungen unsere Stärken zu verdeutlichen. Dafür wurde unserer Oberschule das Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung verliehen. Auch im außerschulischen Unterricht sind wir hier breit aufgestellt“, macht der Zehntklässler klar.

Was er meint, ist bei einem Schulrundgang deutlich zu spüren. „Ausschnitte aus dem Leben des Robin Hood“ – ein Theaterstück war im Festsaal zu erleben. Im Musikzimmer trat die Schulband auf und die Schauvorlesung Chemie war der Knüller des Tages. Nicht einmal Stehplätze waren noch frei, als die Chemielehrerinnen Britta Kibgies und Angela Rehbein die Naturwissenschaft inszenierten.