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Arbeiten am Röderufer starten

An der neuen Fußgängerbrücke in Radeberg entsteht ein Natur-Erlebnispark. Spaziergänger müssen einen Umweg nehmen.

© Symbolbild: dpa/Sebastian Kahnert

Radeberg. Der alte „Gowirich“ wird staunen, was sich in den nächsten Wochen um ihn herum so alles verändern wird. Gowirich ist ja bekanntlich der Name der Stahlskulptur, die im Park hinter der Verlegervilla an der Hauptstraße steht. Sie ist ein Geschenk aus Garching der Partnerstadt von Radeberg, und wurde zum Stadtfest Anfang Juni aufgestellt.

Gowirich blickt einmal Richtung Radeberger Rathaus, aber auch auf die gegenüberliegende Seite der Röder. Und vor allem dort, im Gelbke-Hain, wird sich in den nächsten Tagen einiges tun. „Bauleute werden den unteren der beiden Wege, die durch den Hain verlaufen, fortführen“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Von der Dresdner Straße bis zur neu errichteten Fußgängerbücke über die Röder ist er bereits angelegt. Künftig soll er sich am Hang entlang weiter Richtung Dr.-Albert-Dietze-Straße ziehen. Er soll barrierefrei gestaltet werden, so dass er mit Kinderwagen und für Fahrrad- oder Rollifahrer nutzbar ist.

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„Für diese Arbeiten benötigt die Firma die entsprechende Baufreiheit. Deshalb muss auch der obere Fußweg gesperrt werden“, sagt Jürgen Wähnert. Ein Durchgang zwischen der Dresdner und der Dietze-Straße ist deshalb ab Montag, dem 19. August nicht mehr möglich. Fußgänger und Radfahrer müssten den Umweg über die Röderstraße oder die Rathenaustraße nehmen.

Nach dem Entwurf wird künftig unmittelbar nach der Fußgängerbrücke ein zweiter Weg abzweigen, der an das Ufer der Röder führt. An ihm werden mehrere Spielstationen angeordnet, unter anderem eine Schneckenpumpe und eine Aktionstafel, an der Holzarten bestimmt werden können. Direkt an der Röder sind mehrer Sitzstufen vorgesehen. Dieser Rundweg ist allerdings nicht durchgehend barrierefrei. Stufen führen dann hoch zu einem Aussichtspodest.

Restarbeiten im Bebel-Park

Dort ist dann die wohl interessanteste Anlage für Kinder zu finden: eine lange Rutsche aus Stahl. Im Gelbke-Hain werden außerdem zahlreiche Bänke aufgestellt, unter anderem auf der Balustrade mit Blick zum Fluss. Nach Fertigstellung werden auch mehrere „Drehsessel“ zu finden sein, wie es sie auch im August-Bebel-Park gibt. Wann das alles fertig ist, kann Jürgen Wähnert noch nicht sagen. „Dafür steht noch kein Termin fest. Sicher ist nur, in diesem Jahr wird das nicht mehr sein.“

Kurz vor der Eröffnung steht der kleine Park an der August-Bebel-Straße, gegenüber vom Kaiserhof. „Hier sind nur noch Restarbeiten zu erledigen“, sagt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Einen genauen Eröffnungstermin will er aber auch hier nicht nennen. „Der Rasen muss erst vollständig anwachsen, sonst wird er schnell wieder heruntergetreten. Erst wenn er ausreichend dicht ist, werden wir die Anlage freigeben.“ Auf dem Areal wurden Wege angelegt, Bäume und Sträucher gepflanzt. Es gibt mehrere Bänke. Ein Zugang zum Fluss wurde angelegt.

Nach Fertigstellung aller Bauabschnitte werden rechts und links der Dresdner Straße drei kleinere Parkanlagen den Radebergern zur Verfügung stehen. Die Investitionen betragen insgesamt mehr als eine Million Euro. Wann die Parks einen Namen bekommen, ist noch unklar. Bei der Stadtverwaltung sind zwar nach einem Aufruf in den Medien bereits Vorschläge eingegangen und auch schon einmal in einer Arbeitsgruppe beraten worden, sagte Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD), aber die Entscheidung werde letztlich vom neuen Stadtrat getroffen. Und der trifft sich zu seiner ersten regulären Sitzung erst im September.

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