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Arbeiten an der Gruft dauern länger

Der Raum unter der Kirche muss zusätzlich getrocknet werden. Die Särge kommen erst 2016 zurück. Vorausgesetzt, es gibt Geld.

Von Heike Sabel

Schlechte Nachrichten verkündet keiner gern. Rudolf von Bünau muss es jetzt doch tun. Mit der Sanierung der Gruft seiner Weesensteiner Vorfahren unter der Burkhardswalder Kirche geht es nicht so wie gewünscht voran. Eigentlich sollte kürzlich eine Bauabnahme erfolgen. Schließlich war in den vergangenen Monaten einiges in der Gruft getan worden, um sie zu stabilisieren und vor allem für die Särge und sterblichen Überreste herzurichten.

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Im vergangenen Jahr hatten drei Lübecker Restauratoren die Särge und Sarginhalte geborgen und umfangreich dokumentiert. Damit war ein wichtiger Anfang gemacht, die Dokumentation ist ein wertvolles Dokument. Die Fachleute waren begeistert und fanden viele Zeugnisse der Geschichte und Details, die über das frühere Leben Auskunft geben. In der Friedhofskapelle über der Gruft erfolgte die Zwischenlagerung der Fundstücke. Danach begann mit der Instandsetzung der Gruft die eigentliche Arbeit. Gruft und Kapelle wurden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege klimatisch getrennt. Dazu wurden Deckel und Gitter erneuert. Bisher gab es einfach eine Klappe, die man öffnen könnte, über eine Treppe gelangte man in die Tiefe. Künftig soll die Gruft nicht mehr so einfach begehbar, sondern über gläserne Fußbodenteile zu besichtigen sein.

Wegen der hohen Luftfeuchte in der Gruft muss nun jedoch auch eine gesteuerte Lüftung eingebaut werden. Diese Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, weshalb die Abnahme verschoben werden musste. Es wird nun damit gerechnet, dass es in einem Monat so weit ist.

Der entscheidende Schritt, nämlich die Zurückführung der Särge in die Gruft, hängt von Fördermitteln ab. Die zu organisieren, dafür haben von Bünau und die Kirche nun noch länger Zeit. Denn da die Gruft noch zu feucht ist, kann die Zurückführung aus jetziger Sicht erst 2016 erfolgen. Dass das Projekt Gruftsanierung umfangreich wird, war allen Beteiligten von Beginn an klar. Nun brauchen Restauratoren, Kirche und von Bünau noch mehr Zeit und Geld, um das ambitionierte Ziel zu erreichen: Die Särge und sterblichen Überreste sollen eine würdige Ruhestätte erhalten.

Die Sanierung des Turmes der Burkhardswalder Kirche soll aber schneller gehen. Hierfür hofft die Kirche auf Fördermittel im nächsten Jahr.